Messerstecher in U-Haft

von Redaktion

Schwer bewaffnet: die Polizei bei dem Großeinsatz in Waldtrudering. © Gaulke

Diese Bluttat am Sonntag hat die Stadt schockiert: Mit lebensbedrohlichen Verletzungen musste ein Ehepaar in Waldtrudering notoperiert werden. Das Unfassbare: Ihr eigener Sohn soll die 52-jährige Mutter und den ein Jahr älteren Vater so schlimm zugerichtet haben. Offenbar stach der 28-jährige Serbe zur Mittagszeit in der gemeinsamen Wohnung immer wieder auf die beiden ein: am Kopf, am Hals, am Rücken. Wie es vonseiten der Polizei heißt, konnte die Tatwaffe sichergestellt werden. Um was es sich dabei handelt, lassen die Ermittler offen. Offizielle Sprachregelung: „spitzer Gegenstand“.

Während die Ärzte um das Leben der Eltern kämpften, jagte die Polizei stundenlang nach dem Messerstecher. Erst um 20.20 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Umstände seiner Verhaftung: speziell. Der Serbe soll in einem Park am Von-Erckert-Platz in Trudering gefunden worden sein. Reglos am Boden liegend und mit einer blutenden Wunde. Ob er weggetreten war oder sich totgestellt hat, bleibt unklar. Eine Wärmebildkamera, befestigt an einer Drohne, soll den Gesuchten entdeckt haben. Die Polizei bestätigt diesen Umstand nicht. Stundenlang kreisten zuvor Hubschrauber über der Stadt.

Die Nacht hat der Tatverdächtige in der Haftanstalt des Präsidiums verbracht. Im Laufe des Montags sollte er dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Bis Redaktionsschluss war unklar, ob der Messerstecher in Untersuchungshaft oder in eine psychiatrische Klinik kommt. Die Mordkommission ermittelt gegen den Serben wegen versuchter Tötung. Über den Grund für den Streit ist nichts bekannt.
NAH

Artikel 10 von 11