Bei der Enthüllung: (v.l.) Georg Dunkel, Barbara von Johnson, OB Dieter Reiter und Steffi Vogel-Bagnall. © Bodmer
Das hätte dem kleinen Kobold getaugt, dass alle gehen oder stehen, wenn er es will. Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter freut sich über die vielen Schaulustigen bei der Enthüllung der Signalanlage. An der Kreuzung Liebigstraße/Ecke Triftstraße steht seit gestern die erste von mehreren Pumuckl-Ampeln im Lehel. An den Kreuzungen von Stern- und Robert-Koch-Straße sowie Widenmayerstraße werden weitere hinzukommen.
„Ich finde es auch cool, dass wir mittlerweile in dieser Stadt etwas lässiger sind, was den Umgang mit Ampeln betrifft.“ Das meint der OB nicht politisch, denn zur Ampel-Koalition möchte er an diesem Tag nichts sagen. „Das wäre lustig, wenn er bei Rotlicht noch schreien könnte“, meint Ursula Bagnall, die Tochter von Pumuckl-Autorin Ellis Kaut. „Die Pumuckl-Erfinderin hat immer gesagt, der Pumuckl ist ein Geistwesen, das herumwandelt und nicht greifbar ist“, erzählt Markus Stadler vom Bezirksausschuss (BA) Altstadt-Lehel. „Und ein Licht ist auch ein Geist.“ Deshalb passe eine Ampel viel besser als eine Skulptur. Der BA hatte sich schon 2023 dafür eingesetzt, dass dem Kobold ein Denkmal gesetzt wird.
Verkehrsingenieur Philipp Brummer hat sich in Abstimmung mit der Familie von Ellis Kaut und der Pumuckl-Zeichnerin Barbara von Johnson um die Optik der Streuscheiben der Ampel gekümmert. Von Johnson ist mit dem Ergebnis zufrieden: „Das freut mich sehr, dass der Pumuckl jetzt überall aufflackert und -flunkert, wo man ihn gar nicht erwartet.“
GABRIELE WINTER