Veranstaltung ohne die CSU?

von Redaktion

100 000 Münchner auf der Demokratie-Demo. Nur die CSU wird wohl fehlen beziehungsweise die Veranstaltung boykottieren. Eine Umfrage bei der Münchner CSU ergibt: Da wird groß keiner kommen. München-Chef und Justizminister Georg Eisenreich will nicht teilnehmen. Er beteilige sich nicht „am Wahlkampf gegen die Union“. Fraktionschef Manuel Pretzl sagt auf Anfrage, er werde nicht kommen. Da ist er nicht der Einzige: „Da geht keiner hin“, sagt eine Stadträtin. Ein anderer: „Ich lass mich nicht in Geiselhaft nehmen.“ Das Büro des Antisemitismusbeauftragten Ludwig Spaenle teilt mit: „Dr. Spaenle nimmt an der Demo am Samstag nicht teil.“ Michael Piazolo, Vorsitzender der Freien Wähler in München, zögert etwas. „Ich habe mich noch nicht entschieden“, sagt er auf die Frage, ob er zur Demo kommt. Die Freien Wähler geben da keine Empfehlung ab, grundsätzlich aber sei die Sache unterstützenswert. Veranstalterin Micky Wenngatz (SPD): „Wir haben der CSU vor Wochen eine Einladung zukommen lassen, genau wie allen anderen auch. Es sind alle demokratischen Parteien zur Demo aufgerufen.“ Sie betont auf Nachfrage: „Eine Ausladung gab es nicht.“ Auch bei der Demo soll die CDU/CSU kein großes Thema sein – obwohl CDU-Chef Friedrich Merz seinen Migrations-Plan im Bundestag mit Stimmen der AfD durchsetzen wollte. „Ich werde das nicht extra ansprechen“, sagt Wenngatz. Aber: „Auf der Bühne wird schon gesagt werden, wer für die Anträge im Bundestag gestimmt hat.“
TG/DW

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