Die Bundespolizei konnte die Hälfte der Schläger aufgreifen. © Bundespolizei
Valentinstag ist erst am Freitag, aber bereits diesen Samstag gab es Liebeshändel am S-Bahnhof Westkreuz: Vier junge afghanische Männer (16, 19, 20 und 21) aus Landshut, Puchheim, Gauting und dem Main-Spessart-Kreis griffen drei in München lebende Syrer (19, 19 und 21) an. Sie schlugen auf die Münchner ein und traten sie. Zudem sollen sie sie bedroht und versucht haben, den 21-Jährigen in die Gleise zu stoßen. Der Streit eskalierte so heftig, dass zuletzt um die 15 Personen darin verwickelt waren. Die Massenschlägerei wurde erst aufgelöst, als zwei junge Frauen (16 und 21), die zur Gruppe der drei Syrer gehörten, den Notruf wählten.
Als die Streifen der Polizeiinspektion 45 und der Bundespolizei eintrafen, hatte sich die Schlägerei bereits aufgelöst, die Kombattanten waren auf und davon. Die Hauptbeteiligten wurden aber bei einer Fahndung gestellt. Die beiden 19-jährigen Syrer hatten Verletzungen im Kopf- und Rippenbereich und mussten im Krankenhaus behandelt werden, der 21-jährige Syrer hatte leichte Gesichtsverletzungen. Heraus kam auch: Eine der beiden Frauen, die den Notruf abgesetzt hatten, war zuvor in einer Beziehung mit einem der afghanischen Angreifer gewesen und hatte diese beendet. Alkoholisiert war keiner der beteiligten Schläger. Alle aufgegriffenen Personen wurden nach der Befragung und Aufnahme der Personalien auf freien Fuß gesetzt, da keiner von ihnen vorbestraft war und alle einen festen Wohnsitz hatten. Die Polizei wertet nun die Überwachungsvideos des S-Bahnhofs aus und ermittelt den Tathergang sowie weitere Beteiligte. Die Staatsanwaltschaft bestimmt dann, ob und gegen wen Anklage erhoben wird.
IWI