Stadträtin Anna Hanusch.
Der Englische Garten: Die Grünen wollen mehr Parks in München, die fußläufig erreichbar sind. © Imago, Gregor
Die Stadt soll verstärkt Grünflächen ausbauen, die für Münchner einen Mehrwert bieten – und zwar nicht nur als Erholungs- oder Freizeitfläche. Das fordern die Grünen im Stadtrat. Denn: Unversiegelte Flächen brauche es auch für eine bessere Abkühlung in der Stadt.
Zwar hatte der Stadtrat im Frühjahr 2023 die Forderung des Bürgerbegehrens „Grünflächen erhalten“ mit den Stimmen von Grünen und CSU übernommen. Jedoch: „Die Vorgaben des übernommenen Grünflächenbegehrens sind zu starr und brauchen deshalb ein Update“, sagt Grünen-Stadträtin Anna Hanusch. So würden im Flächennutzungsplan beispielsweise auch asphaltierte Flächen als Grünflächen ausgewiesen. Da habe es wenig Sinn, diese unangetastet zu lassen.
Die Forderung: Jeder Münchner sollte in 300 Metern Entfernung eine grüne Erholungsfläche wie einen Pocketpark und alle 700 Meter einen Quartierspark vorfinden. Außerdem sollten ökologisch wertvolle Flächen wie Biotope gestärkt werden. Und bestehende Grünflächen müssten besser miteinander vernetzt werden.
Außerdem plädiert die Fraktion dafür, dass die Stadt geeignete Grundstücke aufkauft und anschließend in attraktive Parks oder Wiesenflächen umwandelt. Um das zu finanzieren, sollen Kompensationsmittel der Bauträger in einen Fonds fließen.
Diese Zahlungen leisten die Bauträger bereits, wenn sie bei einem Bauprojekt zum Beispiel weniger Grünflächen schaffen als vorgeschrieben. Die Bündelung aller Gelder in einem Fonds würde es dann ermöglichen, größere und weitreichendere Grün-Projekte zu finanzieren.
SKA