Der 15. Februar ist ein wichtiger Stichtag: Eigentümer von Häusern, Wohnungen und Grundstücken müssen bis zu diesem Datum erstmals die neuen Grundsteuer-Beträge entrichten. Die Bescheide hatte die Stadt seit 9. Januar verschickt und ein Callcenter für Rückfragen eingerichtet. In den ersten beiden Wochen waren über 10 000 Anrufe von Bürgern mit Fragen zur Neuberechnung eingegangen.Bei vielen hat sich die Höhe der Grundsteuer verändert, denn das Bundesverfassungsgericht hatte die Bewertung der Grundstücke als veraltetet angesehen und deshalb eine Reform verlangt. Seit 2025 gelten in den Bundesländern teils unterschiedliche Methoden. In Bayern werden Grundstücke nach dem Flächenmodell bewertet. Das bedeutet, dass Eigentümer mit großen Grundstücken mehr zahlen müssen – egal, ob sie in Hof oder am Starnberger See liegen. In München haben vor allem die Eigentümer von Innenstadtgrundstücken profitiert. Die Stadtkämmerei hatte nach der Entscheidung des Freistaats die Hebesätze erhöht – damit für die Kommune am Ende genau so viel Geld reinkommt wie früher. Mit der Grundsteuer werden unter anderem Büchereien oder Straßen finanziert. Eigentümer können sie auf ihre Mieter umlegen.
GW