Abenteuer Schwanthalerstraße: Auf der Fahrbahn geht‘s für Radfahrer derzeit noch eng her. © Daschner
Zwischen Paul-Heyse-Straße und Sonnenstraße soll beidseitig ein Radstreifen entstehen. Das hat der Mobilitätsausschuss gestern beschlossen. Dafür sollen auf der Nordseite eine Parkspur und ein Fahrstreifen entfallen. Auf der gegenüberliegenden Seite in Richtung Innenstadt bleibt ein Parkstreifen erhalten. Der Autoverkehr wird von drei auf zwei Fahrspuren reduziert und dann jeweils nur noch eine Fahrspur in jede Richtung haben.
Für den Radverkehr wird beidseitig außen ein Fahrstreifen mit Protected Bikelines abmarkiert. Mittelfristig kann der Radweg weiter ausgebaut werden. Für die durchgängige Radwegeverbindung zwischen Westend und Altstadtring sind Kosten in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro veranschlagt. Mit der Umsetzung kann 2026 begonnen werden, wenn die vier größten Baustellen in diesem Bereich fertiggestellt sind.
Von rund 140 Parkplätzen bleiben nur etwa 50 erhalten, was vor allem von der FDP-Fraktion im Stadtrat kritisiert wird. Auf ausgewiesenen Flächen soll das Be- und Entladen gesichert bleiben. Dazu will man auch zusätzliche Lieferzonen in den Seitenstraßen schaffen. Anfahrtszonen für Hotels sollen gebündelt werden.
Die Zahl an Kurzzeitparkplätzen wird deutlich reduziert. Die Anwohnenden, die derzeit aufgrund von Ausnahmegenehmigungen auch die Kurzzeitparkplätze nutzen können, sollen Optionen für private Stellplätze in den umliegenden Parkgaragen nutzen. In diesem Zusammenhang hofft der Bezirksausschuss (BA), dass die Baumaßnahmen an der Tiefgarage in der Kolpingstraße bald wieder aufgenommen werden.
Der BA begrüßt die verhältnismäßig kurzfristig umsetzbaren Radwege. Darüber hinaus fordert das Gremium mehr Bäume – wobei die Frage bleibt, wie diese zwischen den verbleibenden Parkplätzen angeordnet werden können.
BETTINA ULRICHS