Demo-Duell zwischen Uber und Taxlern

von Redaktion

Streit um Mindestfahrpreis – Jetzt machen die Fahrer mobil

Auch am Viktualienmarkt machten die Taxler am Mittwoch bei ihrer Demo Halt. © privat

Sie konkurrieren um Fahrgäste in München – gestern duellierten sich Taxi- und Uber-Fahrer mit Demonstrationen. Hintergrund ist ein geplanter Mindestfahrpreis, der im Stadtrat diskutiert wird (wir berichteten).

Die Taxifahrer sind dafür. Sie kritisieren seit Langem, dass Uber-Fahrer mit Dumpingpreisen ihnen das Leben schwer machen. Die haben, anders als die Taxler, keinen Grundpreis. Die Uber-Fahrer sind dagegen, sprechen gar von Wettbewerbsfeindlichkeit. Zum Hintergrund: Uber ist ein US-Unternehmen, das Fahrten vermittelt – eine massive Konkurrenz für Taxifahrer.

Am Marienplatz und Viktualienmarkt protestierten 30 bis 50 Taxifahrer gegen die Uber-Konkurrenz und für den Mindestfahrpreis. Mit Sprüchen wie „Mindestfahrpreis = Fairness für alle“. Sprecher Sezai Ucuk: „Mietwagenunternehmen, die über Plattformen wie Uber agieren, umgehen häufig die kommunalen Regeln der Stadt München. Sie kommen aus umliegenden Gemeinden, verstopfen unsere Straßen und leisten keinen Beitrag zur Münchner Gewerbesteuer.“

Auf der Theresienwiese demonstrierten die Uber-Leute parallel gegen den „Preiswahnsinn“. Thomas Mohnke vom Bundesverband „wirfahren“ erklärt das folgendermaßen: „Uns langt es. Staatlich verordnete Zwangspreise haben noch nie geholfen. In diesem Fall würden sie viele Unternehmen in den Ruin treiben und Arbeitsplätze vernichten. Es ist erschreckend, dass eine moderne Stadt wie München im Bereich Mobilität lieber wettbewerbsfeindlichen Forderungen einer reformunwilligen Taxibranche nachgeht, anstatt die Zukunft mitzugestalten. Obendrein treffen die Mindestpreise insbesondere Menschen mit kleinem Geldbeutel.“
THOMAS GAUTIER

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