Lilly Becker muss blechen

von Redaktion

Urteil gegen die Ex der Tennis-Legende – Geld von Freund nur geliehen

TV-Manager Pierre Uebelhack bekam recht.

Lilly Becker (48) als Beklagte am Landgericht München I. Sie muss knapp 220 000 Euro an ihren Ex-Partner zurückzahlen. © SIGI JANTZ (2)

Das wird teuer für Lilly Becker (48): Das Landgericht München I verurteilte das Model zur Zahlung von knapp 200 000 Euro. Das Geld muss sie an ihren Ex-Partner Pierre Uebelhack (49) zurücküberweisen, mit dem sie nach der Trennung von Tennis-Legende Boris Becker (57) im Jahr 2018 zusammen war.

Gleich mehrfach hatte der Münchner TV-Manager sie „in erheblichem Umfang“ finanziell unterstützt, wie es im Urteil heißt, als die frisch getrennte Lilly „in einer finanziell angespannten Situation“ war – auch angesichts des anstehenden Scheidungsverfahrens von Boris. Die Becker-Ex hatte im RTL-Dschungelcamp vor Millionen Zuschauern selbst ausgeplaudert, dass sie nach der Trennung von Boris quasi „auf der Straße“ gelebt habe.

Da kam eine Liaison zum vermögenden Unternehmer Pierre Uebelhack nicht ganz ungelegen. Ob beide ein Paar waren, ist zwar umstritten. Fest steht laut Gericht aber: Uebelhack hatte für Lilly etliche Kosten übernommen, zum Beispiel für Rechtsanwälte, Reisen, den Ausgleich für Steuerschulden – und sogar für Detektive, die sie gegen Ex-Mann Boris eingesetzt hatte, wie bereits im Laufe des Verfahrens herauskam.

Entscheidend: Laut Uebelhack sei es „stets klar gewesen“, dass Becker die finanzielle Unterstützung zurückzuzahlen habe. Vor Gericht konnte er dafür Zeugen benennen sowie auch Darlehensverträge vorlegen. Diese hatte sie zwar nicht persönlich unterschrieben, aber sie enthielten ihre digitalisierte Unterschrift. Das Model aber sah in den Zuwendungen eine Schenkung, was Uebelhack stets bestritt und darauf beharrte, eine Schenkung sei laut Gericht „zu keinem Zeitpunkt gewollt“ und mit Becker „nicht vereinbart worden“.

Unterm Strich gab das Gericht dem TV-Manager nun Recht – Lilly Becker muss blechen. Glück im Unglück: Sie hatte beim Dschungelcamp zuletzt 400 000 Euro Siegprämie gewonnen. Doch laut Landgericht gibt es noch weitere Forderungen: Denn Uebelhack macht in England noch über 300 000 Euro aus weiteren Darlehen geltend. Lilly Becker drohen zudem strafrechtliche Konsequenzen: Laut Gericht hatte sie trotz Belehrung über die Wahrheitspflicht „nicht zu selbiger gefunden“.
ANDREAS THIEME

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