Osterbotschaften gegen die Angst

von Redaktion

In einer Gesellschaft ohne Gott könnten weltliche Ideologien diese Leerstelle füllen. In seiner Karfreitagsbotschaft warnt Kardinal Reinhard Marx (Foto) vor einer solchen Gefahr. Beim „Kreuzweg der Völker“ (ab 10 Uhr von St. Michael) auf dem Marienplatz am Freitagvormittag und um 15 Uhr in der Frauenkirche betont der Münchner Erzbischof, dass ein scheinbar abwesender Gott „durch Verschwörungstheorien, Nationalismen, selbst gemachte Träume, Herrschaftsfantasien einer Klasse oder einer Gesellschaft“ ersetzt werde. Die Gesellschaft dürfe nicht beim Tod Gottes stehen bleiben – Hoffnung komme erst durch die Auferstehung. Auch der evangelische Landesbischof Christian Kopp betont in seiner Osterbotschaft, dass die Osterkraft stärker sei als Angst und Leid. In einer Zeit, in der viele Mächtige Angst und Schrecken verbreiteten, setze das Osterlicht ein hoffnungsvolles Zeichen dagegen. Die Osterbotschaft fordere auf, sich nicht lähmen zu lassen, sondern zu handeln: mit Nächstenliebe, Gerechtigkeitssinn und Mut zum Frieden.
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