55 Jahre nach dem ungeklärten Brandanschlag auf das Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde in München führt eine neue Spur zu einem verstorbenen Rechtsextremen. Der Münchner war laut „Spiegel“ damals mehrfach durch Straftaten aufgefallen und soll offensiv antisemitische und rechtsextreme Ansichten vertreten haben. Ausgelöst wurden die Ermittlungen durch einen Hinweis an den Antisemitismusbeauftragten der bayerischen Justiz, Andreas Franck, bei der Generalstaatsanwaltschaft München. Demnach machte der Kriminelle einst selbst Angaben zu dem Anschlag. Ob er der Brandstifter war, müssen nun die Ermittler klären – ebenso wie die Frage, ob es noch lebende Mittäter oder Zeugen gibt. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte ein neues Verfahren eingeleitet (wir berichteten). Beim Anschlag in der Reichenbachstraße waren am 13. Februar 1970 sieben Jüdinnen und Juden getötet worden, die im dort untergebrachten Seniorenwohnheim lebten.
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