Ciao zum Bahnhofs-Grau

von Redaktion

Sieben Stationen werden bunter und freundlicher gestaltet

Alles neu: So soll der Bahnhof in Lochhausen nach der Umgestaltung aussehen. © Deutsche Bahn

Freut sich auf die Umgestaltung: Steffi Haas findet es zurzeit farblos und deprimierend an der St.-Martin-Straße.

Der Bahnhof an der St.-Martin-Straße: Die Zugänge zur S-Bahn sind düster und mit Graffiti vollgeschmiert. © Yannick Thedens, Deutsche Bahn

Bunt und freundlich statt grau und düster: Die Deutsche Bahn (DB) will dieses Jahr sieben S-Bahnhöfe in München schöner machen und umgestalten. Zwei davon sind schon fertig, fünf stehen noch an. Das soll insgesamt sieben Millionen Euro kosten. Gestern hat die Bahn vorgestellt, wie die Bahnhöfe in Zukunft aussehen sollen.

In Unterschleißheim lachen schon ein Frosch, ein Pelikan und ein Hase an der S-Bahn-Unterführung. Und auch in Stockdorf ist es jetzt rosa und blau statt grau am Bahnsteig-Zugang. „Rund zwei Drittel aller bayerischen Reisenden im Eisenbahnnahverkehr sind mit der S-Bahn München unterwegs“, sagt Esther Heckmann, Leiterin der Regionalbahn Süd DB InfraGO Personenhöfe. Diese Fahrgäste würden von „mehr Komfort und einem attraktiveren Erscheinungsbild“ profitieren. Ähnliche Umgestaltungen soll es nun auch an weiteren Stationen geben. Das sind die „Zukunftsbahnhöfe“:

St.-Martin-Straße (S3): Andrea S. (52) ist über die Neugestaltung froh, denn es soll farbiger und heller werden. „Da macht es gleich viel mehr Spaß auszusteigen“, sagt sie. Steffi Haas (31) ist auch jeden Tag an diesem S-Bahnhof. „Es ist sehr farblos und deprimierend“, sagt sie. „Man will nicht da warten, wo es hässlich ist.“ Die Decken der Zugänge sollen lila werden und die Wände neue Fliesen bekommen. In der Unterführung sollen grafische Motive zu sehen sein. Zudem kommt eine bessere Beleuchtung und Info-Displays.

Lochhausen (S3): Hier ist ein Teil schon verschönert. Die Unterführung ziert ein grünes Fliesenmuster und der Boden ist erneuert. Ab Herbst bekommt auch das Gebäude eine neue Gestaltung. Das heißt: neue Böden und Fliesenwände sowie eine frisch gestaltete Ladenfront. Die Station soll gedeckte Grün- und Erdtöne bekommen, die Ladenfront wird rot. Zudem soll es eine LED-Beleuchtung in der Unterführung und im Gebäude geben.

Gilching-Argelsried (S8): Die Unterführung soll ab August ein Künstler mit neuen Motiven gestalten. Auch die Beleuchtung wird heller und die Schilder zur besseren Orientierung neu designt. Fertig soll‘s dann im Oktober sein.

Feldkirchen (S2): Startschuss ist für Unterführung und Bahnhofsgebäude im Herbst. In Zukunft sollen Fliesenmuster in Grau und Weiß die Wände verschönern. Nächstes Jahr soll die erneuerte Fassade des Gebäudes dann grün und grau werden.

Buchenau (S4): Die beiden Unterführungen, die Aufgänge, der Fahrradparkraum, der Zugang zum Parkhaus und das Bahnhofsumfeld sollen in Blautönen erstrahlen. Dafür sollen Fliesen angebracht und Wände gestrichen werden. Ergänzt wird das neue Bild durch künstlerisch gestaltete Flächen. Fertig soll‘s dann 2026 sein. MARIE-THERES WANDINGER

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