Der Brand im Prinzregentenbad vor knapp drei Jahren hinterließ ein großes Loch in der Fassade. © Sigi Jantz
Der Sauna-Bereich befindet sich noch immer im Rohbau. Die Sanierungskosten werden von den Stadtwerken auf einen höheren einstelligen Millionenbetrag beziffert. © swm
Wie ein Wohlfühlort wirken die Räume der Prinzregenten-Sauna nicht gerade: grau-schwarze Böden, Decken und Wände aus Beton, grelle Baustellenbeleuchtung, unverkleidete Rohre und Kabel. Bis Saunagänger hier wieder entspannen können, wird es noch einige Jahre dauern. Die Sauna ist immer noch im Rohbau – wann sie wieder öffnet, unklar. Der Wiederaufbau soll voraussichtlich erst 2026 starten, wie unsere Zeitung jetzt erfuhr.
Ein schwerer Brand sorgte vor knapp drei Jahren für die Schließung der Sauna. Ein technischer Defekt hatte das Feuer im August 2022 ausgelöst – bis auf einen Millionenschaden und ein großes Loch in der Außenwand blieb kaum etwas übrig. Seitdem warten Gäste darauf, dass die Prinze-Sauna wieder aufsperrt. Nur: Die Neukonzeption der Saunalandschaft gestaltet sich kompliziert. Das liegt an der Bauweise des Gebäudes und an dem Brand selbst, heißt es von den Stadtwerken München (SWM). Denn das Prinzregentenstadion ist Teil des Ensembles der Prinzregentenstraße, und somit denkmalgeschützt. Die SWM führen deshalb laufend Gespräche mit den zuständigen Behörden.
Dabei ist schon einiges passiert: Wand und Deckenoberflächen wurden von Ruß und Schmutz befreit, Lüftungsanlagen gereinigt. Der Rückbau der beschädigten Räume war bereits Ende 2023 abgeschlossen. Daneben führten Experten statische Sicherungsmaßnahmen durch, damit der Bereich nicht einbricht. Doch die Planung das Tragwerks der Räume gestaltet sich langwierig – sie erforderte eine enge Abstimmung mit Planungsingenieuren, die weiterhin andauert, so die SWM. Um den Wiederaufbau zudem so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten, mussten Spezialisten Proben des Betons entnehmen und im Labor analysieren.
Nachdem die Stadtwerke die Gäste und Mitarbeiter der Sauna über Wünsche befragt hatten, beauftragen sie im Juli 2024 dafür ein externes Planungsteam – nach einem EU-weiten Ausschreibungsverfahren. Das Team soll die Wünsche der Gäste in der Neukonzeption berücksichtigen. Nach ersten Schätzungen sollen die Renovierungskosten in einem höheren einstelligen Millionenbereich liegen – genau lasse sich das jedoch noch nicht sagen, heißt es von den SWM.
Diesen Sommer sollen die Planungen abgeschlossen sein, im nächsten Jahr dann der Bau starten. Als erstes sollen die Fassaden neu gemacht, außerdem die Tauchbecken vergrößert werden. Auch mehrere kleine Schwitzräume sind vorgesehen. Hinzu kommen weitere Attraktionen wie eine Schneekabine, Sauna mit Panoramablick und neue Erfrischungsbecken. Die gute Nachricht, gerade beim aktuellen Wetter: Das Freibad ist geöffnet! J. LIMMER