Für mehr Sicherheit in München: Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellt am kommenden Freitag am Stachus neue mobile Videotürme der Münchner Polizei vor. Sie können in Zukunft an verschiedenen Standorten in der Stadt aufgestellt werden, um Gefahren frühzeitig zu erkennen.
„Die Videoüberwachung spielt eine entscheidende Rolle für die Polizei“, erklärt das Bayerische Innenministerium. „Sie ist ein effektives Mittel zur Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung und ermöglicht den Einsatzkräften, Ereignisse im Bedarfsfall auch in Echtzeit zu beobachten.“ So könnten künftig bei auftretenden Gefahren polizeiliche Maßnahmen besser koordiniert werden. Zudem würden „wichtige Beweise für Ermittlungen und Gerichtsverfahren“ gesammelt. Die polizeiliche Videoüberwachung trage somit auch „zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bevölkerung bei“, so das Ministerium.
Aus diesem Grunde hat die Münchner Polizei die drei „innovativen Videotürme“ angeschafft – ausgestattet mit einer ferngesteuerten Richtungs- und Zoomsteuerung sowie einer 360-Grad-Panoramakamera. Diese Türme können künftig flexibel an verschiedenen Orten eingesetzt werden – etwa bei Großveranstaltungen oder an öffentlichen Plätzen wie dem Stachus.
Erst im vergangenen Oktober hatte die CSU/FW-Fraktion im Stadtrat eine Videoüberwachung vom Stachus bis zum Hauptbahnhof gefordert – wegen der steigenden Zahl krimineller Auswüchse mitten im Stadtzentrum. Dazu gehören Messerangriffe, Sachbeschädigungen und Drogengeschäfte. Auch gewalttätige Jugendbanden treiben ihr Unwesen. AST