Am Isarwehr vor der Großhesseloher Brücke müssen Schlauchboote den Fluss verlassen.
Eine fünfköpfige Gruppe ist mit ihrem Schlauchboot am Isarwehr vor der Großhesseloher Brücke gekentert und konnte sich gerade noch retten. Die vier Männer und eine Frau waren zum Teil stark alkoholisiert und hatten eigenen Angaben zufolge ein Warnschild, das auf die Lebensgefahr dort hinwies, übersehen. Wie die Polizei mitteilte, konnten sie das Boot aber verlassen und ans Ufer schwimmen, bevor es das Wehr hinunterfiel und in die Wasserwalze gezogen wurde.
Ein Zeuge hatte beobachtet, wie sich das Schlauchboot am Sonntag auf das Wehr zubewegte und wählte den Notruf. Feuerwehr und Wasserrettung bargen das Schlauchboot unterhalb des Wehres. Verletzt wurde niemand. Auch das Schlauchboot konnte unbeschädigt geborgen werden. Die fünf erwartet eine Strafe von bis zu 5000 Euro, weil sie das Verbotsschild missachtet haben – zwei der Männer und die Frau müssen auch noch mit Führerscheinentzug und einem Bußgeld rechnen, weil sie über ein Promille Alkohol im Blut hatten. Seit sechs Jahren regelt eine „Bootfahrverordnung“ das Befahren der Isar. Darin werden unter anderem die zulässigen Zeiträume, die Anzahl der Personen pro Boot, Alkoholbestimmungen sowie das Anlegen und Befahren von Kiesbänken und Inseln festgelegt.GW