Klage gegen Türme

von Redaktion

Initiative will Bürgerentscheid gerichtlich erzwingen

So stellt sich der Investor die Türme vor. © Herzog & de Meuron

Die Gegner des Hochhaus-Bauprojekts an der Paketposthalle wollen vor Gericht ein Bürgerbegehren erzwingen. Die Klage ist nunmehr eingereicht, wie die beiden Vorsitzenden des Vereins „Hochhausstop“ am Montag mitteilten. Eine Mehrheit im Münchner Stadtrat hatte das Bürgerbegehren gegen das geplante Doppelhochhaus mit zwei 155 Meter hohen Türmen im Frühjahr für nicht zulässig erklärt.

Der Grund für diese Entscheidung war, dass das Bürgerbegehren nach Einschätzung der städtischen Rechtsabteilung gegen die kommunale Planungshoheit verstoßen würde. Zuständig für die Klage ist das Münchner Verwaltungsgericht. Im Hintergrund des Streits steht der eklatante Wohnungsmangel in München. Das Doppelhochhaus auf ehemaligem Gelände der Post gut drei Kilometer westlich des Marienplatzes ist Kernstück eines geplanten neuen Wohn- und Geschäftsareals, in dem 1180 neue Wohnungen entstehen sollen.

Die Hochhausgegner argumentieren, dass Hochhäuser nicht ins Stadtbild passen würden und der falsche Weg zur Linderung der Wohnungsnot seien. Höchstes Bauwerk Münchens ist der knapp 300 Meter hohe Olympiaturm.DPA

Artikel 3 von 6