Ab Oktober soll hier gebaut werden: die fünf Wohnblöcke an der Radolfzeller Straße. © Sabine Riedl
Barrierefreie Zugänge, schönere Innenhöfe: Das Umfeld der fünf Wohnblöcke an der Radolfzeller Straße 8–46 soll aufgehübscht werden. Voraussichtlicher Baubeginn ist im Oktober.
Bei den Wohnblöcken handelt es sich um zehngeschossige Gebäude mit insgesamt 540 Wohnungen und 41 000 Quadratmetern Freifläche. Die Wohnanlagen sind nur teilweise energetisch saniert. Durch die Fernwärmeversorgung des Geothermiekraftwerks in Freiham konnte aber ein nahezu klimaneutrales Quartier entstehen.
Aber auch die Außenanlagen sollen nun neu gestaltet werden. Wie bei einer Rundfahrt durch das Sanierungsgebiet Aubing-Neuaubing-Westkreuz erläutert wurde, sind barrierefreie Zugänge zu den Hauseingängen und zur Radolfzeller Straße geplant. Zudem sollen neue Fahrradhäuser gebaut werden. Auch die Qualität der Innenhöfe soll durch ein neues, vielseitiges Spielangebot für alle Generationen und durch Bänke, die zum Verweilen einladen, verbessert werden. Biodiversitätsfreundliche Neupflanzungen sollen das Klima des Wohnkomplexes verbessern.
Besondere Herausforderung bei diesem Projekt: Es handelt sich um Eigentumswohnungen, sodass bei der Wohneigentümergemeinschaft die entsprechenden Mehrheiten für die Sanierung gefunden werden mussten – was letztlich auch gelang.
Angesprochen wurde bei der Rundfahrt auch die Alte Schule an der Altostraße 16, die ebenso energetisch saniert werden soll. Das bereits im Jahr 1820 errichtete Haus, das unter Ensembleschutz steht, ist ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in Aubing, und daher ist den Bürgern eine denkmalgerechte Sanierung des Gebäudes ein Herzensanliegen.
Die Fassade wird wieder im historischen Zustand hergestellt. Die energetische Erneuerung erfolgt durch den Einbau einer Wärmepumpe, Innendämmung und durch PV-Elemente auf dem Dach. Der L-förmige Anbau wird durch einen separaten Multifunktionssaal ersetzt, der durch das BRK, aber auch durch Aubinger Vereine genutzt werden kann. Der rückwärtige Garten mit seinem Bestand an alten Bäumen bleibt erhalten. Der Vorgarten wird nach historischen Vorbildern und mit Sitzgelegenheiten aufgewertet. Hier handelt es sich ebenso um ein Projekt der MGS.SABINE RIEDL