Jetzt kommen die Super-Automaten

von Redaktion

Sicherer und leichter zu bedienen: Stadtsparkasse rüstet ihre Geräte auf

In der Hauptstelle im Tal steht bereits das erste Gerät. Insgesamt 118 sollen installiert werden. © Klaus Haag

Max Fulir erklärt den neuen Automaten.

An 70 Standorten modernisiert die Sparkasse. © dpa

Das Display der Automaten erhält neue Funktionen. Die Tastatur ist leichter zu bedienen. Und: Das neue Gerät macht es Gaunern schwerer. © Marcus Schlaf (2)

Dickes Display, bombensicherer Tresor, größere Geldkassetten – gestatten: die neuen Geldautomaten der Stadtsparkasse München. Das Institut tauscht ab 5. August 118 seiner 131 Geldautomaten aus. Max Fulir, Leiter des Kassenbereichs in der Hauptstelle im Tal: „Diese alten Geldautomaten-Typen haben ihre technische Lebensdauer erreicht.“

Die Bank bringt die Neuen bis Jahresende an 70 Standorten in Stellung, lässt sich die Aktion rund 2,5 Millionen Euro kosten – macht rund 21 000 Euro pro Gerät. Dafür bekommen die Kunden vor allem eines: bessere Bedienbarkeit. Laut Fulir können alle Funktionen sowohl über den neuen Touchscreen als auch über die Tastatur bedient werden. Diese liegt tiefer als bei den alten Modellen, damit sie besser erreichbar ist. Das ist laut Fulir vor allem für Rollstuhlfahrer gedacht. Er betont: „Der gewohnte Bedienungsablauf bleibt aber gleich.“

Auch Kunden mit Sehschwäche sollen leichter an ihr Geld kommen. Fulir: „Der Bildschirmkontrast kann für eine bessere Lesbarkeit geändert werden.“ Der Automat biete auch eine sprachgeführte Bedienung. Dafür brauchen Kunden Kopfhörer. Die können sie in einer eigens eingerichteten Klinken-Buchse mit dem Gerät verbinden.

Die neue Automaten sollen nicht nur komfortabler sein – sondern auch sicherer. Denn: Seit Jahren sprengen Banden die Geräte in die Luft, brausen mit dem Bargeld davon. 2024 gab es in Bayern 22 versuchte und vollendete Sprengungen von Geldautomaten. Sachschaden: mehr als sieben Millionen Euro. 2025 kam es bereits zu 14 Sprengungen. Die neuen Automaten der Stadtsparkasse haben laut Fulir eine „bessere Sicherheitsstufe“ – Details nennt er aus guten Gründen nicht.

Klar ist: „Sie sind mit einem Färbesystem gegen Sprengungen ausgestattet, wie es auch vom Bundesinnenministerium empfohlen wird “. Die Scheine werden bei starker Erschütterung also beschmutzt und unbrauchbar gemacht.

Der erste Neu-Automat steht bereits – in der Zentrale an der Sparkassenstraße. Am 5. August wird einer an der Ungererstraße 75 eingebaut. Danach folgt die Filiale im OEZ (6. August), im V-Markt an der Balanstraße (7. August) und in der Filiale an der Lazarettstraße 36 (8. August). Vor dem Umbau informieren die Filialen entweder mit Aushängen oder auf den Bildschirmen der Automaten.

Die Dauer eines Umbaus beträgt laut Fulir lediglich rund fünf Stunden. Dabei könne es vorkommen, dass die Geldausgabe eingeschränkt ist. „Bei den mitarbeiterbedienten Filialen stehe aber immer auch ein Cashrecycler für Ein- und Auszahlungen bereit“.

Der Stadtsparkasse sei es weiterhin wichtig, in Bargeld zu investieren, sagt Fulir – obwohl Kartenzahlungen immer häufiger werden. „Für unsere Kundinnen und Kunden ist das Thema Bargeld noch recht wichtig. Auch bieten gerade kleinere Geschäfte oftmals noch keine Kartenzahlungen an und sind auf Kundinnen und Kunden mit Bargeld angewiesen.“

Laut Max Fulir geben die Automaten der Stadtsparkasse jedes Jahr mehrere Milliarden Euro aus – der umsatzstärkste steht am Hauptbahnhof und spuckt pro Jahr Scheine im zweistelligen Millionenbereich aus. Auf Platz zwei folgt der Standort an der Schwanthaler Straße, gefolgt vom Automaten am U-Bahnhof Münchner Freiheit sowie dem in Pasing an der Landsberger Straße und dem Stachus-Untergeschoss. THOMAS GAUTIER

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