Der Mobilitätsausschuss des Stadtrats hat am Mittwoch den zweiten Abschnitt der neuen Tram Münchner Norden – die Strecke von Neufreimann bis zum U-Bahnhof Am Hart – genehmigt. In der Vollversammlung am 30. Juli soll dann der Trassierungsbeschluss gefasst und die Stadtwerke (SWM) damit beauftragt werden, den Antrag auf Planfeststellung bei der Regierung von Oberbayern einzureichen.
Die Tram Münchner Norden ist neben der Westtangente eines der wichtigsten Schieneninfrastrukturprojekte der SWM. Die etwa 5,7 Kilometer lange Neubaustrecke ist ein zentraler Baustein im Nahverkehrsplan der Stadt. Die bestehende Tram 23 wird dabei von Schwabing Nord kommend verlängert und fährt voraussichtlich ab Ende 2029 durch das neue Quartier Neufreimann (rund 15 000 Einwohner) Richtung Am Hart. Die Linie 24 pendelt dann auf der neuen Querverbindung zwischen Kieferngarten und Am Hart. Damit haben die Fahrgäste die Möglichkeit, an den beiden neuen Endpunkten bequem auf Bus und U-Bahn umzusteigen. Außerdem werden neue Verbindungen möglich, zum Beispiel zwischen der Parkstadt Schwabing, Milbertshofen und Fröttmaning.
Auf rund 2,4 Kilometern verbindet der Planfeststellungsabschnitt 2 der Tram Münchner Norden das Entwicklungsgebiet Neufreimann mit dem U2-Bahnhof Am Hart. Auf der Strecke entstehen sieben neue Haltestellen. Abschnittsweise wird die Straße mit einem Rasengleis optisch und ökologisch aufgewertet. Neben der Errichtung der Tram-Neubaustrecke werden auch Verbesserungen im anliegenden Straßenraum vorgenommen. Im Fokus steht dabei laut Mobilitätsreferat eine Aufwertung der Anlagen für den Fuß- und Radverkehr einschließlich der bestmöglichen Umsetzung der Vorgaben aus dem Radentscheid.
Die Gesamtkosten für das Neubauprojekt sind von den Stadtwerken mit rund 360 Millionen Euro veranschlagt. Nach dem Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung sei eine Förderung von Bund und Freistaat nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten und damit etwa 220 Millionen Euro möglich.KV