München – Die Zahl günstiger Sozialwohnungen in Bayern wird nach Prognose des Verbands bayerischer Wohnungsunternehmen (vdw) sinken. 2024 seien 5300 Wohnungen aus der Sozialbindung gefallen, die gut 500 vdw-Mitgliedsunternehmen hätten nur 1822 geförderte Wohnungen gebaut. Im Freistaat fehlen laut vdw etwa 200 000 bezahlbare Mietwohnungen. „Der Druck auf den Wohnungsmarkt wird weiter zunehmen“, sagte Verbandsdirektor Hans Maier. Bau- und Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) widersprach.
In Zukunft würden Neubauzahlen im geförderten Mietwohnungsbau schrumpfen, meinte Maier. In Bayern gibt es rund 134000 Sozialwohnungen, 80 Prozent davon vom vdw bewirtschaftet. Bernreiter betonte, die Zahl habe sich stabilisiert, entgegen bundesweiter Entwicklungen. „Mit über 13600 Vorhaben entfielen vergangenes Jahr rund ein Viertel aller Bewilligungen in Deutschland auf Bayern.“ Die Zahlen des vdw kann er nicht nachvollziehen. Bernreiter verwies auf die Statistik der Landesbodenkreditanstalt, derzufolge 2024 2778 Wohnungen die Sozialbindung verloren.