Im Rahmen der Verlängerung der U-Bahnlinie U5 entsteht an der Willibald-/Ecke Gotthardstraße eine neue Haltestelle – und zwar unter dem Namen „Baumschule Laim“. Aber genau gegen diese Namensgebung setzte sich der Bezirksausschuss (BA) Pasing-Obermenzing in der jüngsten Sitzung zur Wehr. Natürlich habe der BA Laim das Recht, den im eigenen Stadtteil geplanten U-Bahnhalt zu benennen, sagte Frieder Vogelsgesang (CSU), Vorsitzender des Pasinger Gremiums. „Bloß muss es halt auch ein richtiger Name sein“ – und „Baumschule Laim“ sei faktisch einfach falsch. Denn: Der U-Bahnhof wird zwar auf Laimer Boden gebaut, die namensgebenden Baumschule liegt aber in Pasing.
Dies könne „verwirrend für die Bevölkerung“ sein. Selbst Vertreter der Stadtwerke sowie des Mobilitätsreferats (MOR) hätten sich bei einer Veranstaltung zum Thema Öffentlicher Personennahverkehr in den nächsten vier Jahren von dem Namen irritiert gezeigt, so Vogelsgesang. Sein CSU-Parteikollege und Stadtrat Winfried Kaum sprach sogar von „Etikettenschwindel“. Obwohl der Name nun schon öffentlich verkündet wurde, pochen die Pasinger Stadtteilpolitiker darauf, dass dieser doch noch geändert wird.
Deshalb – und mit der Betonung, sich nicht in die Angelegenheiten eines anderen BA einmischen zu wollen – formulierte das Gremium jüngst ein paar Vorschläge, wie der neue U-Bahnhof stattdessen heißen könnte: zum Beispiel „Baumschule Pasing“, denn dies sei „die korrekte Bezeichnung des Ortes“, oder einfach nur „Baumschule“. Auch „Baumschule West“ wurde gennant. Constanze Söllner-Schaar (SPD) plädierte für den Namen „Landschaftspark West“, da dieser „weder Pasing noch Laim“ beinhalte.VIN