Großmarkt: Klage gegen Neubau

von Redaktion

Der Bau der neuen Großmarkthalle steht ohnehin auf wackeligen Beinen. Nun habe ein prominenter SPD-Politiker aus München Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Wie unsere Zeitung in Erfahrung brachte, handelt es sich dabei um den Landtagsabgeordneten Florian von Brunn. Laut dem Bericht wird in der Klage sowohl mangelhafter Lärmschutz der Nachbarn als auch eine fehlende Bürgerbeteiligung gerügt. In den alten maroden Großmarkthallen ist derzeit nur noch ein Betrieb bis 2030 möglich. Zuletzt wurde bekannt, dass ein Großinvestor aus Hamburg an dem Neubauprojekt interessiert ist, das von der Büschl-Unternehmensgruppe entwickelt wurde. Es gibt aber auch Stimmen, die sagen, die Stadt sollte keine weitere Zeit mehr mit Planungen für eine Großmarkthalle vergeuden. Zum Beispiel die Fraktion FDP/Bayernpartei im Stadtrat. Jörg Hoffmann (FDP) meint, ein Großmarkt mitten in der Stadt sei nicht mehr zeitgemäß und am Stadtrand mit Autobahnanschluss besser aufgehoben. Stattdessen sollte auf dem „Filet-Grundstück“ in Sendling „eine Kulturmeile vom HP 8 bis zum neuen Volkstheater mit einem Konzertsaal auf Weltniveau entwickelt werden“. Der „alte“ Gasteig in Haidhausen wiederum könnte für lukrativen Wohnungsbau vermarktet werden und brächte Einnahmen für den Bau des neuen Konzertsaals.MM

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