Das Baugebiet Neufreimann: Auf dem Areal entsteht auch ein neues Gebäude fürs Gymnasium. © Marcus Schlaf
Mitte September beginnt das neue Schuljahr in Bayern – und bis dahin soll auch das Gymnasium Neufreimann ins gleichnamige neue Quartier umgezogen sein. Doch zuvor muss die Stadt unbedingt einen sicheren Schulweg „als Fuß- und Radweg“ zum Gymnasium einrichten – so heißt es zumindest in einem Eilantrag, der vom Bezirksausschuss (BA) Schwabing-Freimann einstimmig beschlossen wurde.
Das Gymnasium, das momentan noch interimsmäßig an der Ungererstraße 191 untergebracht ist, verweigere sogar den Umzug in das neue Gebäude, solange der sichere Schulweg nicht garantiert sei, erklärte BA-Chef Patric Wolf (CSU). Der deshalb nun vom Gremium geforderte Fuß- und Radweg soll zwischen der Wohnbebauung und der öffentlichen Grünfläche am südlichen Ende von Neufreimann entstehen und „eine sichere Querung der Henny-Seydemann-Straße“, die durch das Quartier führt, vorsehen.
Begründet wird der Antrag damit, dass Schulkinder aus dem Einzugsgebiet Süd (Domagkpark, Alte Heide) sowie aus dem Einzugsgebiet Ost (Freimann, Kulturheimsiedlung) das Gymnasium „nur über diesen noch herzustellenden Fuß- und Radweg“ sicher erreichen.
Die von Behördenvertretern genannte Variante mit einem Umweg über die Metro sei „völlig realitätsfern“, kritisiert der BA. Denn der Umweg würde Schulkinder dazu verleiten, verbotenerweise den kürzesten Weg über die Bahngleise zwischen der Lilienthalallee zur Maria-Probst-Straße zu nehmen. Zudem fordert der Bezirksausschuss das Mobilitätsreferat auf, die schon vorhandenen Straßen (Cordelia-Edvardson-Straße und Am Ausbesserungswerk) auf ihre Schulwegsicherheit zu prüfen.VINCENT NUMBERGER