Rohbaufest der Münchner Wohnen in Neufreimann. © Schlaf
Im Streit um einen sicheren Fuß- und Radweg zum Schulstandort Süd in Neufreimann (wir berichteten), wo das Gymnasium Mitte September den Betrieb aufnimmt, hat die Stadt nun im örtlichen Bezirksausschuss (BA) Stellung bezogen. Der Vorschlag des BA, einen sicheren Schulweg südlich der Wohnbebauung von Neufreimann zwischen Cordelia-Edvardson- und Henny-Seidemann-Straße einzurichten, könne leider so nicht umgesetzt werden, erklärte ein Vertreter des Baureferats.
Denn dieser würde über den Parkplatz der Sedlmayr Grund und Immobilien AG führen. Er appellierte deshalb an den BA, das Gremium möge die Friederike-Nadig-Allee als öffentlichen Weg widmen. „Dann können wir anordnen, dass die Baustellenfahrzeuge dort nicht mehr parken dürfen und so einen sicheren Fuß- und Radweg einrichten.“ Auch das Mobilitätsreferat befürworte diese Variante. Der Bezirksausschuss sah das mit großer Mehrheit genauso..
Zuvor setzte sich aber Patric Wolf (CSU), Vorsitzender des Gremiums, vehement dafür ein, zumindest das westlich vom Sedlmayr-Parkplatz gelegene Teilstück des im Eilantrag von Anfang Juli geforderten Wegs umzusetzen. So könnten die Schulkinder von der Cordelia-Edvardson-Straße kommend entlang der Wohnbebauung zunächst nach Norden bis zur Friederike-Nadig-Allee gehen, anschließend dieser folgen, um dann über die sogenannte „grüne Gasse“ wieder Richtung Süden auf den aus BA-Sicht sicheren Schulweg zu kommen. Durch diese Lösung könne auch der Parkplatz der Firma Sedlmayr umgangen werden. Dennoch brauche es eine Erlaubnis seitens der Firma – weil ein kurzes Stück dieses Wegs liege auf deren Grund. Sofern diese Erlaubnis kommt, werde der Vorschlag umgesetzt, sicherte das Baureferat zu – „aber das klappt frühestens Ende September“.
Damit dürfte es nun aus östlicher Richtung zwei sichere Wege zum Schulstandort Süd in Neufreimann geben. Ende Oktober hätte Wolf gerne ein weiteres Treffen zur Bestandsaufnahme, „wenn die Schule bereits eineinhalb Monate geöffnet ist“.VINCENT NUMBERGER