Zwei Münchner Wissenschaftler sind neu in den fünfköpfigen Expertenrat für Klimafragen der Bundesregierung berufen worden: Julia Pongratz von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und Allister Loder von der Technischen Universität München (TUM). Gemeinsam mit den anderen Experten nehmen sie am 1. September ihre Arbeit auf, wie die LMU am Freitag in München mitteilte. „Um den Klimawandel zu begrenzen, braucht es nicht nur ambitionierte Ziele, sondern auch die konsequente Umsetzung entsprechender Maßnahmen“, sagte Pongratz.
Der Klimarat begleitet als wissenschaftliches Beratungsgremium die Umsetzung und bewertet den Fortschritt der Klimaschutzmaßnahmen. Er prüft Datengrundlagen für die nationale Klimapolitik, etwa Zahlen des Umweltbundesamts zu Treibhausgas-Emissionen. Zudem bewertet er, was die Bundesregierung zu den sozialen Verteilungswirkungen, der Wirtschaftlichkeit und der Wirksamkeit von Klimaschutzmaßnahmen feststellt. Pongratz, die an der LMU den Lehrstuhl für Physische Geografie und Landnutzungssysteme leitet, blickt vor allem auf die Frage, wie die Bodennutzung das Klima beeinflusst. Loder forscht an der TUM School of Social Sciences and Technology schwerpunktmäßig zur Mobilitätspolitik.
Der Klimarat wurde 2020 eingerichtet, seine Mitglieder werden für je fünf Jahre berufen. Zwei der bisherigen Mitglieder wurden erneut berufen: Marc Oliver Bettzüge (Universität zu Köln) und Barbara Schlomann (Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung in Karlsruhe). Neu ist Tanja Kneiske von der Fraunhofer-Einrichtung für Geotechnologien in Cottbus. MM