Sportplatzmangel beim TSV Turnerbund

von Redaktion

Untergiesing-Harlaching: Mehreren Jugendteams droht das Aus

„Wenn sich nichts ändert, müssen wir 60 bis 70 Kinder aus dem Verein ausschließen“, erklärt Bernd Dobrovsky von der Fußballabteilung des TSV Turnerbund München. Zusammen mit seinen Kollegen hat er sich an den Bezirksausschuss (BA) Untergiesing-Harlaching gewandt. „Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir nicht mehr genügend Trainings- und Spielflächen haben.“

Eigentlich stehen dem Verein auf der Anlage an der Agilolfingerstraße mehrere Kunstrasenplätze und ein Rasenplatz zur Verfügung, auf denen das Training und die Spiele der knapp 500 Jugendkicker stattfinden könnten. Eigentlich. Denn während der Verein die Kunstrasenplätze selbst für den Betrieb einplanen kann, untersteht der Rasenplatz der Stadt und muss vom Referat für Bildung und Sport (RBS) freigegeben werden. Das führt zu teils kurios anmutenden Szenen, erklärt Dobrovsky: „Manchmal ist es so, dass sechs Mannschaften auf demselben Kunstrasenplatz trainieren, weil der Rasenplatz von den Platzwarten gesperrt ist.“ Ansprechpartner beim RBS hätte der Verein keine.

Im März hätten die Mannschaften wettertechnisch problemlos spielen können, doch der Rasenplatz war erst ab dem 1. April freigegeben. Der Bayerische Fußballverband hatte für Ende März bereits einen Spieltag eingeplant, der dann entfallen musste, obwohl der Platz leer stand.

Untragbar findet auch der BA die Zustände und bietet seine Hilfe an. Möglich sei ein Ortstermin mit allen Beteiligten oder ein Runder Tisch, schlug der Sportbeauftragte Michael Sporrer (SPD) vor. Nur schnell müsse es gehen, das sei klar. „Es ist keine Frage von Monaten, das zu organisieren“, versprach Grünen-Politiker Norbert Weigler.VINCENT SUPPÉ

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