Müll, Glasscherben, Fäkalien und selbst Spritzen sollen am Halt 58 in Untergiesing gefunden worden sein. Der Freiluft-Kulturtreff hatte sich mehr und mehr zur Lagerstätte für Obdachlose entwickelt. Anfang April hat die Münchner Polizei das Gelände nahe des Kolumbusplatzes geräumt und mehrere Platzverweise ausgesprochen (wir berichteten). Zudem ließ die Stadt den Bereich gründlich reinigen. Seitdem scheint sich die Situation wieder zu verbessern.
Die Verschmutzungen werden weniger und auch AKIM, das allparteiliche Konfliktmanagement in München, meldet dem zuständigen Bezirksausschuss (BA): „Der Halt 58 zeigt sich nach der Räumung und Säuberung aktuell als unauffällig.“ Auch frühere Beschwerdeträger berichten von Verbesserungen. „Wir werden unsere Sondierung in den kommenden Wochen abschließen und einen Bericht erstellen, in dem wir die Ergebnisse zusammenfassen und Handlungsempfehlungen formulieren“, heißt es von AKIM weiter.
Nur für die Toilettensituation gibt es bislang keine Lösung. Immer wieder war die Toilettenanlage im U-Bahnhof Kolumbusplatz gesperrt, zudem wollen nicht alle Münchner für die kostenpflichtige Nutzung zahlen. Doch auch die Idee, ein Dixi-Klo aufzustellen, hat sich zerschlagen: „Dem Baureferat stehen in diesem Jahr leider keine Mittel für die Aufstellung von mobilen Toiletten an hochfrequentierten Plätzen wie dem Kolumbusplatz zur Verfügung“, heißt es in einem Schreiben an den BA. Auch wenn es Verbesserungen gibt, ist also offen, wie sich die Situation am Halt 58 dauerhaft entwickelt. Die Anwohner in Untergiesing hoffen auf mehr als nur kurzfristige Reinigungsaktionen.VINCENT SUPPÉ