Schwere Vorwürfe gegen einen Senior: Peter F. (68) soll ein Mädchen insgesamt 183 Mal sexuell missbraucht haben. Jetzt muss er sich vor dem Landgericht München I verantworten. Zu den Vorwürfen äußerte er sich zunächst nicht. Bereits 2014 soll der Angeklagte das damals zehn Jahre alte Mädchen über die Internet-Plattform Knuddels kennengelernt haben. Laut Anklage gab sie Peter F. gegenüber an, sie sei bereits 14 Jahre alt. Zwei Jahre lang schrieben sich beide Nachrichten. Im Internet soll der 68-Jährige Nacktfotos von dem Mädchen gefordert und bekommen haben. Insgesamt 81 Chat-Protokolle listet die Staatsanwaltschaft auf.
Zudem gab es den Ermittlungen zufolge 90 Videotelefonate zwischen Peter F. und dem Mädchen. Während der Sequenzen soll er sie aufgefordert haben, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen. Zudem soll F. sie auch aufgefordert haben, Nacktfotos von einem Zwölfjährigen zu besorgen und mit ihm Sex zu haben. Doch damit nicht genug: Zu fünf Gelegenheiten soll Peter F. Hotelzimmer angemietet haben, um mit dem minderjährigen Mädchen vor Ort intim werden zu können. Laut Anklage holte er sie zu drei Gelegenheiten dafür mit dem Auto zu Hause ab. Die Hotelzimmer betraten sie jeweils getrennt – und unbemerkt vom Personal. Auch nach einem Kontaktabbruch soll es erneut zu Sex-Treffen gekommen sein, als das Mädchen 13 Jahre alt war. Für die angeklagten Taten drohen Peter F. mehrere Jahre Haft. Das Landgericht verhandelt noch bis zum 28. August. THI