Er fuhr mit einem geklauten Fahrrad im Gärtnerplatzviertel herum, ist auf der Plattform TikTok live gegangen und hat dort frei von der Leber weg erzählt, dass er seine Nachbarin umbringen will. Kurz nach dieser Aktion stand die Münchner Polizei vor der Haustür des Mannes – und traf auf einen alten Bekannten. Wie es aus dem Präsidium heißt, ist der Mann mehrfach aktenkundig. Die Meldung über die gestreamte Morddrohung ist auf Umwegen bei den Ermittlern des Kommissariats 26 (Bedrohung) in München angekommen. Ein User, also ein Zuschauer des Live-Videos auf der Plattform, hat die Ankündigung des 33-Jährigen beim Bundeskriminalamt in Wiesbaden gemeldet. Dort hat man sich mit dem Bayerischen Landeskriminalamt in Verbindung gesetzt, das wiederum das Präsidium informierte. Dann ging alles recht schnell: „Die Personalien des Täters konnten ermittelt werden“, heißt es vonseiten der Polizei. Die Beamten fuhren zur Wohnadresse des Mannes und nahmen ihn fest. Von den Beleidigungen und der Morddrohung wollte er so nichts wissen. Er revidierte und entkräftete beides vielmehr. Nach dem Motto „alles nicht so ernst gemeint“. Das Telefon wurde als Beweismittel sichergestellt. NAH