Geschichte der Bezirksausschüsse

von Redaktion

Wie aus engagierten Bürgerausschüssen die ersten demokratisch gewählten Bezirksausschüsse wurden, das zeigt die neue Ausstellung im Haidhausen-Museum. Sie blickt zurück auf die turbulente Zeit von 1945 bis Mitte der 1970er-Jahre und zeigt, wie in den Nachkriegsjahren zunächst Trümmer geräumt, Wohnungen organisiert und Lebensmittel verteilt wurden – und wie daraus ein wichtiger Teil der Münchner Kommunalpolitik wurde. Bereits 1947 entstanden die ersten offiziellen Bezirksausschüsse, die sich bald mit Themen wie Straßenbeleuchtung, überfüllten Schulen, Unterbringung von Flüchtlingen (damals waren damit vor allem Ausgebombte und Heimatvertriebene gemeint) oder auch Lärmbeschwerden beschäftigten. Später rückten Großprojekte wie die geplante Tangente 3 Ost, der Neubau am Gasteig oder der Franziskanerhof in den Mittelpunkt – mit teils hitzigen Bürgerversammlungen. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Bezirksausschüsse in Au und Haidhausen als spannendes Kapitel von Stadt- und Stadtteilgeschichte. Zu sehen ist sie im Haidhausen-Museum, Kirchenstraße 24, vom 28. September bis 23. Dezember sowie vom 4. Januar bis 1. März 2026. Öffnungszeiten: So, 14–17 Uhr; Mo–Mi, 17–19 Uhr.MAM

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