Das MVG-Rad muss neu erfunden werden

von Redaktion

Angebot der Münchner Verkehrsgesellschaft endet heute – Was Nutzer wissen müssen

Die Stationen für das MVG-Rad werden noch bis Oktober zurückgebaut.

Das Rad dreht sich weiter: Ab heute (30. September) stellt die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) das Bikesharing-Angebot MVG Rad ein. Kurios: Wann es einen Nachfolger geben wird, ist unklar. Warum das so ist, wie es weitergeht, erklären wir hier:

Warum endet das Angebot? Der Vertrag mit dem Anbieter „Nextbike“, der 2015 geschlossen und 2020 um fünf Jahre verlängert wurde, ist ausgelaufen. Der Stadtrat hatte 2023 beschlossen, das MVG-Mietradsystem neu auszuschreiben. Zudem gibt es ein neues Konzept, das auch in den MVV-Verbundlandkreisen angeboten werden soll. Überdies sollen im neuen Angebot auch Pedelecs verfügbar sein.

Warum gibt es Ärger? Geplant war ursprünglich ein nahtloser Übergang zwischen neuem und altem System. Und bei der Ausschreibung war auch ein Anbieter als neuer Betreiber hervorgegangen, der zum 1. Oktober hätte loslegen sollen. Jedoch hatte ein unterlegener Bieter gegen das Verfahren geklagt. Dieser Prozess muss erst abgeschlossen sein, bevor es weitergeht.

Was ändert sich nun? MVG Rad hatte bis zu 4500 Räder im System und bis zu 383 Stationen in Betrieb. Zuletzt wurden Räder, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben und ausgemustert wurden, nicht mehr ersetzt. Mitte September 2025 waren noch 2300 Räder und 344 Stationen in Betrieb. Der Dienstleister sammelt die Räder seit Mitte September noch bis etwa Mitte Oktober ein. Sie gehen in das Eigentum des Dienstleisters über und werden nach Möglichkeit weiterverwertet.

Gibt es dann erst mal keine Mieträder? Doch, von privaten Anbietern. Call a Bike vermietet Räder für einen Euro Freischaltung und einen Euro für 15 Minuten. Lime und Dott bieten E-Bikes (ein Euro Freischaltung, 29 Cent pro Minute). Und Voi nimmt fürs E-Rad 99 Cent Freischaltung und 24 Cent pro Minute). Es gibt jeweils auch Abo-Modelle. Beim MVG-Rad fiel keine Freischaltungsgebühr an, die Minute kostete 9 Cent. SKA

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