Ein Zeichen der Menschlichkeit

von Redaktion

Familie Kuffler & Münchner Vereine laden bedürftige Senioren zum Mittagessen ein

Auch der Verein „Münchner für Münchner“ feierte mit Senioren im Zelt. © Achim Schmidt (2)

Der Verein „Lichtblick“ lud Senioren auf das Oktoberfest zum Essen ein.

Monika Biersch-König (73) hat Freudentränen in den Augen. Seit über 20 Jahren ist sie wieder mal auf der Wiesn. Sie konnte sich den Besuch nicht leisten. Ihr Glück: Sie ist eine der 50 bedürftigen Senioren, die „Lichtblick“ zusammen mit der Familie Kuffler gestern ins Weinzelt einlud.

Die Rentner haben alle ein Lebkuchenherz umhängen. Zu essen gibt es Suppe, Hendl und Kaiserschmarrn. Ihr lautes Lachen verrät ihre Dankbarkeit. Zur Musik fangen sie dann alle an zu schunkeln. Hier können sie ihre Sorgen kurz vergessen. „Ich bewundere ihren Mut, zu sagen: Ich habe zu wenig Geld“, sagt Marion Greger von „Lichtblick“. Der Verein betreut in München 10 000 bedürftige Senioren.

Auch der Verein „Münchner für Münchner“ lud gestern Senioren in das Hofbräu-Festzelt zum Mittagessen ein. Die Rentner sitzen mit einer Mass Bier zwischen blauen Luftballons. Eine von ihnen ist Christa Pascolo (84). „Als älterer Mensch wirst du auf der Wiesn überrumpelt“, sagt sie. Hier fühle sie sich gut aufgehoben. „Bei Senioren spielt Einsamkeit eine große Rolle“, sagt Claudia Sauter von „Münchner für Münchner“. Die Wirtsfamilie ist froh über die glücklichen Besucher, denn so können sie etwas zurückgeben. MTW

Artikel 6 von 11