So entsteht ein Wiesn-Hit

von Redaktion

Schlagerstar Nik P. über seinen Super-Song „Ein Stern“ und seine Oktoberfest-Premiere

Zum ersten Mal auf der Wiesn: Schlagerstar Nik P. mit Ehefrau Karin. © Achim Schmidt

Es ist der Traum eines jeden Produzenten, Komponisten oder Sängers – einmal einen Wiesn-Hit landen! Nik P. (63) hat es mit seinem Song „Ein Stern, der deinen Namen trägt“ geschafft. Seit 2007 ist das Lied aus keinem Bierzelt mehr wegzudenken.

Während seit 18 Jahren Millionen Oktoberfestbesucher in den Zelten seine Zeilen mitsingen, war Nik P. am Sonntag auf Einladung des Vereins „Kinderlachen“ das erste Mal in seinem Leben auf der Wiesn. „Das kann man sich kaum vorstellen, aber irgendwie hat es sich nie ergeben“, sagt der Kärntner. Gemeinsam mit seiner Frau Karin kam er aus Salzburg zu dem Charity-Event. „Die Dimension hier ist wahnsinnig beeindruckend“, schwärmt er.

Dass er mit seinem Liebeslied einen solchen Knaller landet, damit hat Nik P. nicht gerechnet. „Ich hatte eigentlich nie vor, einen Wiesn-Hit zu machen.“ Die ursprüngliche Version habe er vor 30 Jahren geschrieben. „Das Lied war damals rockiger und nur in Österreich bekannt.“ Gewidmet hat er „Ein Stern“ seiner damaligen Freundin. Der Durchbruch kam dann Jahre später: „Ich habe einen Anruf von DJ Ötzi bekommen mit dem Vorschlag, eine neue Version mit ihm im Duett herauszubringen.“ Der Musiker war skeptisch. „Ein Duett mit zwei Männern ist schon selten.“ Die Probeaufnahmen haben dann aber alle überzeugt. „Ich bekomme bis heute Nachrichten von Menschen, die mir erzählen, in welcher Lebenssituation sie das Lied begleitet hat“, sagt er. „Ich habe erst Jahre später gemerkt, wie universell der Text ist. Er passt immer. Im Nachhinein betrachtet, macht das dieses Lied auch aus. Es berührt alle Herzen.“

Was dazugehört, um einen Hit zu landen, weiß keiner so gut wie Thomas Stein (76). Der Musikmanager hat unzählige Musiker zum Erfolg geführt – unter anderem Peter Maffay, Falco und Dido. Was braucht eine Nummer, um auf der Wiesn einzuschlagen? „Refrain, Refrain, Refrain“, betont er. „Die Zeile muss sofort präsent sein und ins Gedächtnis gehen. Wie bei ,Fürstenfeld‘ oder ,Cordula Grün‘, das haben sich die Menschen sofort eingeprägt und grölen mit.“ A und O sei der Zeitpunkt. „Man muss ein Jahr vorher mit dem Lied rauskommen, die Noten an die Blaskapellen geben, damit der Song schon auf Volksfesten und Faschingspartys gespielt wird“, erklärt er.

„Der Text muss in den Kopf gehen, der Rhythmus beleben“, meint Nik P. Sein Lieblingslied im Bierzelt? „Skandal im Sperrbezirk“. „Das habe ich als Jugendlicher schon mit meiner Coverband gespielt. Es funktioniert immer.“ Bei der Frage, welches Lied es heuer zum Wiesn-Hit geschafft hat, waren sich die Gäste nicht ganz einig. Während Stein klar für „Wackelkontakt“ plädierte, fand Bloggerin Jeannette Graf „Bella Napoli“ besser. FELICITAS BOGNER

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