Viele Rätsel ranken sich um diese Fokker. © Dt. Museum
Es ist das vorläufige Happy End einer Geschichte, die schon 85 Jahre dauert: Die Fokker D.VII aus dem Deutschen Museum, die in der Flugwerft Schleißheim steht, wurde per Lkw in die Niederlande gebracht. Dort wird das Jagdflugzeug nun als Leihgabe für die nächsten fünf Jahre im Militärmuseum Soesterberg ausgestellt werden – eine Lösung, mit der alle Experten zufrieden sind. In der Zwischenzeit wollen beide Museen gemeinsam klären, wem der Kriegsflieger eigentlich gehört.
Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Fokker in einem Schuppen in Vilsbiburg entdeckt und 1948 dem Deutschen Museum übergeben. Die Maschine trägt ein deutsches Tarnmuster, stammt aber aus Beständen der niederländischen Marineflieger – das beweisen Lackreste unter der später angebrachten „deutschen“ Lackierung. Aber, sagt Andreas Hempfer, Kurator für Historische Luftfahrt am Museum: „Wir wissen nicht, ob das Flugzeug als Geschenk oder Raubgut nach Deutschland kam.“