Die Nachricht zur Bedrohungslage für das Oktoberfest erreichte den Stadtrat zu Beginn der Vollversammlung. Eigentlich sollte es um das Chaos am vorigen Wiesn-Samstag gehen. Doch das Gremium war mehrheitlich der Auffassung, das Thema zu vertagen, da Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) woanders gebraucht würde. Die Tagesordnung sollte möglichst kurz gehalten, nur notwendige Beschlüsse gefasst werden. ÖDP-Chef Tobias Ruff (Foto) hätte die Sitzung lieber ganz vertagt: „Eine Sprengstoffwarnung für das Oktoberfest ist ein ernster Vorfall.“ CSU-Chef Manuel Pretzl verteidigte das Vorgehen: „Es wäre doch ein fatales Signal, wenn die Politik die Arbeit einstellt. Alle anderen Münchner arbeiten auch.“ Zudem könne niemand im Stadtrat derzeit helfen.SKA, FOTO: SCHMIDHUBER