Brenner- Nordzulauf: Bahn muss Lärmschutz prüfen

von Redaktion

Die Deutsche Bahn (DB) muss nun doch prüfen, ob zwischen Waldtrudering und Stadtgrenze aufgrund des Brenner-Nordzulaufs zusätzlicher Lärm- und Erschütterungsschutz entlang der Gleise nötig ist. Das hat das Eisenbahn-Bundesamt dem Planungsreferat mitgeteilt. Es folgt damit der Argumentation der Stadt, dass erheblicher Mehrverkehr durch die geplante Eisenbahn-Hochleistungsstrecke ausgelöst werde und daher höhere Schutzmaßnahmen nötig würden. München und mehrere an der Strecke liegende Gemeinden aus den Landkreisen München und Ebersberg hatten einen Schutz nach Neubaustandard gefordert. Die DB hatte dies bislang abgelehnt, da es auf dem Streckenabschnitt nur eine „technische Sanierung“ geben werde.

Dieses Argument ist für CSU-Stadtrat Fabian Ewald ein Unding. „Wenn der Brenner-Nordzulauf schon in Zukunft durch dicht besiedelte Gebiete in München führen soll, kann das nur mit adäquaten Lärmschutzmaßnahmen erfolgen.“ Nun werde beim Lärm- und Erschütterungsschutz nicht mit zweierlei Maß gemessen, sondern es gebe einheitliche Schutzmaßnahmen auf der gesamten Strecke, sagt der Truderinger Bezirksausschuss-Vorsitzende Stefan Ziegler (CSU). Ob und wie die Bahn tatsächlich für besseren Schutz sorgen muss, soll jetzt ein Gutachten zeigen.CARMEN ICK-DIETL

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