Gedenken an Deportation

von Redaktion

„Für Ruth“ lautet das Motto einer Gedenkveranstaltung am 25. November. An diesem Tag im Jahr 1941 wurden die 14-jährige Ruth Güttner und ihre Mutter gemeinsam mit 996 Münchner Jüdinnen und Juden in Kowno, dem heutigen Kaunas in Litauen, ermordet. Mit der Gedenkveranstaltung möchte ein Zusammenschluss unterschiedlicher Personen und Organisationen an die erste Deportation aus München und Umgebung im November 1941 erinnern.

Im Herbst desselben Jahres hatte die nationalsozialistische Regierung begonnen, systematisch Personen in die sogenannten Ostgebiete des Deutschen Reichs zu deportieren. Die Münchner Juden wurden wenige Tage nach ihrer Ankunft in Litauen erschossen.

Mit Unterstützung des Bezirksausschusses (BA) Untergiesing-Harlaching wird der Abend von Terry Swartzberg und seiner Initiative „Jews Engaged With Students“ (J.E.W.S.) geplant und organisiert. Schüler der Mittelschule an der Frohmundstraße sowie weiterer Schulen im Stadtbezirk werden Gedichte, kurze Texte und Musikstücke zum gemeinsamen Gedenken vortragen.

Der Historiker Dr. Herbert Dandl informiert über die Geschichte von Kaunas, die BA-Vorsitzende Dr. Anais Schuster-Brandis spricht für den Bezirk Untergiesing-Harlaching. Die Veranstaltung am 25. November findet ab 18 Uhr in der Kirche St. Helena an der Fromundstraße statt.SUP

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