Bei der S-Bahn ändert sich einiges. © imago
Nicht alles, aber vieles ändert sich beim MVV zum Jahreswechsel. Neu ist ein „Ein-Zonen-Tarif“, zudem gibt es Erleichterungen bei der Mitnahme von Kindern in S-Bahn, U-Bahn, Bus und Tram. Das Gebiet des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds wird zudem größer – und die Preise steigen leider auch. Wir geben einen Überblick.
Preise: Die schlechte Nachricht vorweg. Die MVV-Tickets werden zum 1. Januar im Schnitt um 3,9 Prozent teurer. Der Preis der Streifenkarte klettert um 90 Cent auf 18,70 Euro. Eine Einzelfahrkarte in der M-Zone verteuert sich um zehn Cent auf 4,20 Euro. Monatskarten werden durchschnittlich 4,3 bis 4,4 Prozent teurer. Beispiel: Für die Karte M plus 2 zahlt man künftig 5,90 Euro mehr und damit dann 142,50 Euro. In vielen Familien dürfte gerechnet werden, ob sich das MVV-Ticket noch lohnt – oder man lieber auf das Deutschlandticket umsteigt. Auch dieses wird aber bekanntlich um fünf Euro teurer und kostet ab 2026 schon 63 Euro.
Kinder: „Der MVV-Tarif wird noch kinderfreundlicher“, sagt MVV-Sprecherin Sonja Schneider. Beliebig viele eigene Kinder zwischen 6 und 14 dürften nun nicht mehr nur mit einer Wochen- oder Monatskarte, sondern neu auch mit einer Single-Tageskarte mitgenommen werden, zudem maximal drei „fremde“ Kinder, also von Bekannten oder Freunden. Achtung: Enkelkinder gelten wie eigene Kinder, Nichten und Neffen aber nicht. Auch Kita-Kinder, die älter als sechs Jahre sind, fahren bei Kindergartenausflügen jetzt kostenlos mit dem MVV.
Ein-Zonen-Tarif: Ein Streifen gilt künftig nicht mehr nur für eine Kurzstrecke mit bis zu vier Haltestellen, sondern für eine ganze Zone. Fahrten werden damit um bis zu 50 Prozent günstiger, wirbt der MVV.
Vergrößerung: Zum 1. Januar treten die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Stadt und Landkreis Landshut sowie der Kreis Mühldorf dem MVV bei. Dann leben 4,15 Millionen Menschen im MVV-Gebiet. Das soll es noch nicht gewesen sein. Verhandlungen über einen Beitritt des Landkreises Ostallgäu sowie der Stadt Kaufbeuren zum 1. Januar 2027 sind erfolgreich abgeschlossen, jetzt müssen noch die MVV-Mitglieder zustimmen. Und: „Es läuft noch eine Studie zu Altötting, Beitritt wäre der 1. Januar 2027 oder später – die Entscheidung dort fällt aber erst im März 2026“, erläutert die MVV-Sprecherin auf Nachfrage. „Zudem kamen Anfragen von Traunstein, Kempten und Oberallgäu, für die wir nun noch eine Studie machen.“ Diese wären frühestens ab 1. Januar 2028 dabei. Außerdem geplant: ein Beitritt des Augsburger Verbunds AVV. Hier laufen die Gespräche noch. DW