Es lebe das Central Quartier

von Redaktion

Bahnhofsviertel bekommt einen neuen Namen – Über 600 Vorschläge

Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (SPD, Mitte, mit Schild) verkündet den neuen Namen des Viertels mit weiteren Beteiligten des Prozesses.

Der Name „Central Quartier“ soll auch die Dynamik des Viertels rund um den Bahnhof verdeutlichen – hier die Baustelle für den neuen Bahnhof. © Marcus Schlaf (2)

Jetzt ist es offiziell: Das Münchner Bahnhofsviertel bekommt einen neuen Namen. Künftig soll es „Central Quartier“ heißen. Das verkündete Münchens Wirtschaftsreferent Christian Scharpf (SPD) am Freitag im Deutschen Theater. Der Name ist das Ergebnis eines längeren Findungsprozesses. Angestoßen wurde dieser von Immobilienentwicklern und begleitet unter anderem von Anliegern, Stadtvertretern, dem Bezirksausschuss sowie Bürgerinnen und Bürgern.

Über mehrere Monate hinweg konnten sich die Münchner an dem Prozess beteiligen und Ideen einbringen. Insgesamt gingen 632 Einsendungen mit vielen kreativen Vorschlägen ein. Darunter waren Namen, die sich auf Lage und Nachbarschaft beziehen, wie „Neue Mitte München“, „Wiesn-Viertel“, „Wiesn-Brücke“, „Zentraler Schillerkiez“ (angelehnt an die Schillerstraße sowie einen Bezirk in Berlin) oder „Theresienvorstadt“. Andere Vorschläge bezogen sich auf den Bahnhof, etwa „Puls am Gleis“, „Zugquartier“, „Gleisviertel“ oder „Bahn City“. Wieder andere verwiesen auf die Internationalität der Gegend, darunter „Weltviertel“, „Cosmo Quartier“, „Klein Istanbul“ oder „Global Quartier“. Ebenfalls im Rennen: „Herzstückerl“ oder „Willkommensviertel“.

Die neunköpfige Jury – mit Mitgliedern aus Wissenschaft, Kultur, Gastgewerbe, städtischen Referaten und dem Bezirksausschuss – entschied sich letztlich für „Central Quartier“. „Es ist ein Begriff, der das Mittendrin beinhaltet und für Lebendigkeit steht“, sagt Wirtschaftsreferent Scharpf. Im Gegensatz zum alten Namen. „Bahnhofsviertel klingt einfach nicht so sexy“, findet Scharpf.

Er passe nicht mehr zu einem Viertel, „das wie kein anderes für einen urbanen Wandel steht“, so Scharpf. Eine Fläche so groß wie 35 Fußballfelder befinde sich dort in der Entwicklung. Unter anderem die neuen Bahnhofshallen und Bürohäuser werden das Viertel künftig prägen. Die Macher der Initiative erhoffen sich von dem neuen Namen einen Imagewandel des Areals. Scharpf ist überzeugt: Das Quartier wird bald der neue „Place to be“ in München sein.JULIAN LIMMER

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