Doppelmord: Festnahme in Costa Rica

von Redaktion

Tod im Urlaubsparadies: Killer eines Münchner IT-Beraters und seiner Partnerin gefasst

Manuela D. und Rüdiger S. waren Bayern-Fans. © privat

Der Tatverdächtige bei der Verhaftung in Costa Rica.

Drei Monate nach dem brutalen Mord an einem deutsch-österreichischen Auswanderer-Paar in Costa Rica hat die Polizei auch den vierten Tatverdächtigen (30) gefasst. Bryan López V. war mit dem Auto des Münchner IT-Beraters Rüdiger S. (†60) auf der Flucht. Er gilt als der Kopf der Bande, soll den Deutschen und seine Salzburger Partnerin Manuela D. (†57, Geburtshelferin) mit Kopfschüssen getötet haben.

Das Paar war 2022 in die „Schweiz von Südamerika“ ausgewandert, hatte sich dort ein 50 000 Quadratmeter großes Grundstück an der Pazifikküste gekauft. Als sie die Villa mit Pool, Gästehaus und Gourmetküche jetzt via Facebook Marketplace wieder loswerden wollten, gerieten sie offenbar an ihre Mörder. Laut Staatsanwaltschaft hatten die bereits im Oktober festgenommenen Josué Elizondo M. (31), Natalia Rubio N. (33) und der Friseur des costa-ricanischen Präsidenten, Isaac Sanabria A. (25), eine Kaufoption für das Gelände unterzeichnet, blieben aber die 995 000 Dollar Kaufsumme schuldig.

Nachbarn hörten am 19. September Schüsse und das Bellen von Hunden. Die Killer müssen nach den Spuren vor Ort noch mindestens drei Tage auf dem Grundstück geblieben sein, Fotos verbrannt und Blutspuren verwischt haben. Bei einer Absuche mit Leichen-Spürhunden entdeckten die Ermittler am 22. September die an den Händen gefesselten und in Säcke verpackten Leichen von Rüdiger S. und Manuela D. unter einem Erdhaufen. Die vier Hunde des Paares waren eingesperrt in einem Zimmer.

Michael Soto, Direktor der Kriminalpolizei, erklärte laut lokaler Medien zum jüngsten Ermittlungserfolg: „Das ist eine wichtige Verhaftung, weil es sich um zwei unschuldige Menschen handelt, die getötet wurden, um sie zu berauben.“ Der am Freitag gefasste Auftragsmörder, auch „Vampi“ genannt, soll wegen Raubüberfalls vorbestraft sein. Er gilt als hochgefährlich.

In dem Fall ermittelt auch die deutsche Staatsanwaltschaft Traunstein. Manuela D. und Rüdiger S. (sein Leitspruch war „Ich lebe mein Leben jetzt“) wurden bereits am 8. Oktober in ihrem Heimatort Bischofshofen bei Salzburg beigesetzt. Den mutmaßlichen Killern droht eine lebenslange Haftstrafe. MM

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