Im Seniorenheim in Schwabing fiel die Heizung aus. © haag
Max Tischler hat in der Nacht auf Montag in einem dicken Pullover geschlafen. Und nicht nur er. „Wir haben uns alle angezogen wie die Eskimos“, sagt er und meint damit die Bewohner der Münchenstift-Einrichtung in Schwabing. Dort war am Sonntag die Heizung ausgefallen. Auch warmes Wasser gab es den ganzen Tag nicht mehr. Frieren war angesagt. „Und das anderthalb Tage lang“, ärgert sich der 93-Jährige, der im Pflegeheim im Seniorenbeirat sitzt. Eine Möglichkeit, sich aufzuwärmen, habe es für die Senioren nicht gegeben, sagt Tischler. „Uns blieb nichts anderes übrig, als viel Kleidung übereinander anzuziehen.“
Gestern Vormittag lief die Heizung wieder normal. Tischler ärgert sich aber immer noch über den kalten Sonntag. Über die schlechte Kommunikation im Heim. „Uns wurde nichts erklärt“, sagt er. Außerdem glaubt er, der Vorfall wäre vermeidbar gewesen. „Die Heizung war im Sommer auch schon einige Male ausgefallen. Sie ist veraltet. Aber es wurde offenbar zu wenig investiert, um den Schaden dauerhaft zu beheben“, ärgert er sich. Er und die anderen Heimbewohner hätten das nun ausbaden müssen. Und Max Tischler fürchtet, dass es nicht der letzte Heizungsausfall in diesem Winter gewesen sein könnte.
Die Heimleiterin Selda Ikonomou bestätigt, dass die Heizung im Haus an der Rümannstraße am Sonntag ausgefallen ist. Sie betont aber auch, man hätte sofort reagiert. „Montagmorgen um 8 Uhr kam der Reparaturdienst, um halb 10 lief die Heizung wieder.“ Was das Problem gewesen sei, wisse sie nicht, kündigte aber an, mit dem Seniorenbeirat das Gespräch zu suchen.KWO