Zukunft offen: Wie es in den Räumen im Rathaus-Keller weitergeht, steht noch nicht fest.
Abschied: Peter Wieser öffnet an Silvester noch ein letztes Mal den Ratskeller. © Michaela. Hartmann, Yannick Thedens
Erst Probleme bei der Kühlleitung, dann bei der Lüftung: Kurz vor Schließung des Ratskellers wird deutlich, dass die Räume unter dem Rathaus dringend ertüchtigt werden müssen. „Am Samstag letzte Woche ist die Kühlleitung zusammengebrochen“, erzählt Wirt Peter Wieser am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Im Bistro und im Pub, die Teil des Lokals sind, mussten Getränke deshalb mit Eis serviert werden. Am Montag und am Dienstag in dieser Woche sei dann noch die Lüftung ausgefallen.
Wie berichtet, sperrt Wieser (60) den Ratskeller in der Silvesternacht für immer zu. Dann hat er ihn 50 Jahre lang mit seinem Schwager Toni Winklhofer geführt, wobei dessen Sohn Thomas auch Verantwortung trägt. Am letzten Tag des Jahres können Gäste noch einmal bis 1 Uhr feiern. „Ab 2 Uhr feiern wir dann nur mit dem Personal.“ Dann geht im Keller das Licht aus. Der Grund: Der Pachtvertrag läuft so oder so aus und für einen Weiterbetrieb müsste auch investiert werden. Laut Wieser und Winklhofer müssten sie 1,5 Millionen Euro reinstecken – Geld, das sie bis zur Rathaus-Sanierung erwirtschaftet haben müssten. Das halten sie für unrealistisch.
Am 7. Januar will Wieser mit dem Ausräumen des riesigen Ratskellers starten. Am liebsten wäre es ihm, wenn das Lokal Ende Februar oder Anfang März leer wäre.
Zum weiteren Zeitplan heißt es auf Nachfrage aus dem Kommunalreferat: Nach dem Ausräumen würden der bauliche Zustand untersucht und nötige Maßnahmen erarbeitet. „Parallel dazu werden verschiedene Optionen einer möglichen Nutzung bis zur anstehenden Renovierung des Rathauses sondiert.“ Und: „Die Generalsanierung beginnt voraussichtlich ab 2032.“ Die Grünen etwa können sich einen Party-Raum unterm Rathaus vorstellen (wir berichteten).REGINA MITTERMEIER