In München ist die Silvesternacht in diesem Jahr etwas ruhiger verlaufen – zumindest aus polizeilicher Sicht. „Mit knapp 680 Einsätzen war es nicht ganz so arbeitsreich wie im Vorjahr“, teilte ein Polizeisprecher mit. Das sei auch dem schnelleren und dynamischeren Einsatzkonzept zu verdanken. Die Beamten mussten unter anderem zu 42 Ruhestörungen, 33 Körperverletzungsdelikten sowie zu über 75 Einsätzen wegen Pyrotechnik und 85 Einsätzen im Zusammenhang mit Bränden.
So brannte zum Beispiel eine Gartenhecke im Kirchheimer Amalienweg, weil jemand einen Böller in die Hecke geworfen hatte. Die Feuerwehr konnte zwar den Brand löschen, aber der Schaden liegt bei mehreren tausend Euro. Am Giesinger Candidplatz wurde auch ein Auto der Polizei von einem Feuerwerkskörper getroffen. Die Streife war unterwegs zu einem Randalierer, der in der Plinganserstraße ein Dixi-Klo umgeworfen hatte. Von der Fußgänger-Brücke am Grünwalder Stadion warfen Unbekannte den Böller auf das Polizeiauto. Verletzt wurde niemand, allerdings entstand ein Riss in der Windschutzscheibe. Die Streife nahm die Verfolgung der Täter auf, konnte sie aber nicht stellen und sucht noch nach Zeugen.
An der Bayerstraße und am Lenbachplatz wurden Raketen in Menschenmengen gefeuert, dabei wurde glücklicherweise aber niemand verletzt. Mehrmals stieß die Polizei in der Silvesternacht zudem auf Kinder und Jugendliche, die mit Böllern oder Raketen hantierten.GABRIELE WINTER