Tribüne im Truderinger Gymnasium gesperrt

von Redaktion

Technische Mängel schränken Zuschauerzahl deutlich ein – Reparaturdauer ungewiss

Im Truderinger Gymnasium ist die Tribüne der Turnhalle seit Monaten defekt. © Marcus Schlaf

Normalerweise begrüßt der TSV Trudering bei seiner Turngala mehr als 400 Zuschauer. Dieses Mal musste er die Zuschauerzahl auf 250 begrenzen. Denn am Veranstaltungsort, dem Truderinger Gymnasium, ist seit Monaten ein Teil der Tribüne gesperrt.

Im Rahmen von regelmäßigen Wartungsarbeiten seien technische Mängel an der ausziehbaren Tribünenhälfte aufgefallen, erklärt das Referat für Bildung und Sport (RBS) auf Anfrage. Deshalb wurden die unteren Tribünen außer Betrieb genommen. Der obere Tribünenrang könne weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. In der Sporthalle des 2013 eröffneten Gymnasiums gibt es insgesamt drei ausfahrbare Tribünenteile, die die Zuschauerkapazität von den fest verbauten 250 Galerieplätzen auf insgesamt 500 erhöhen können.

Die Konstruktion werde derzeit „einer vertieften fachlichen Prüfung“ unterzogen, so ein RBS-Sprecher. Man sei gemeinsam mit dem Baureferat bestrebt, geeignete Maßnahmen zur bestmöglichen Nutzung der gesamten Tribüne umzusetzen.

Da die Überprüfung andauert und eventuelle Folgemaßnahmen noch nicht feststehen, kann das RBS zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine verbindliche Aussage zur Dauer der Sperrung treffen. Der reguläre Schulbetrieb sei jedoch nach derzeitigem Stand durch die Prüfung und die Auswirkungen nicht beeinträchtigt. Die Schule, aber auch die Vereine, die die Halle nutzen, würden fortlaufend über die Situation informiert, versichert das städtische Referat.

Vergangenes Jahr hatte das Sportamt schon mal Probleme mit einer Auszieh-Tribüne. Über Monate funktionierte in der Schulturnhalle an der Führichstraße die dreiteilige Teleskop-Tribüne nicht, die separat per Fernbedienung aus dem Hohlraum unter der Galerie ausgefahren werden kann. Es mussten Gasdruckfedern und Antriebsteile ausgetauscht werden. Dabei kam auch heraus, dass die Tribüne über Jahre nicht gewartet worden war, weil die Stadt in diesem Fall keinen Wartungsvertrag mit dem Hersteller abgeschlossen hatte.CARMEN ICK-DIETL

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