Schuhbeck: Jetzt sprechen seine Weggefährten

von Redaktion

Vom Starkoch zum Knast-Insassen: Alfons Schuhbeck. © SJ

„Das wird mich für den Rest meines Lebens belasten und tut mir sehr leid“, sagte Alfons Schuhbeck vor Gericht über seine Straftaten – zu insgesamt vier Jahren und drei Monaten war der 76-Jährige in München verurteilt worden, unter anderem wegen Steuerhinterziehung, Insolvenzverschleppung und Betrug. Seither ist es still geworden um den früheren Starkoch, der an Krebs leidet, weswegen seine Haft seit Mai unterbrochen ist.

Mehr als ein Dutzend Freunde, Weggefährten, Bekannte und Geschäftspartner melden sich nun aber im aktuellen ZEIT Magazin über Schuhbeck zu Wort. Es sind Aussagen zwischen Abrechnung, Bewunderung und Beistand. Schuhbecks Geschäftspartner Clemens Zipse sagt etwa: Fonsi müsse „unheimlich viel verdrängt haben“. Er sei „Überzeugungstäter“ und glaubte bis zuletzt, „dass er freigesprochen wird“. Letztlich eine große Illusion!

„Der Alfons vermittelt dir auf Anhieb das Gefühl, ihn schon immer gekannt zu haben“, sagt Schauspielerin Michaela May. Schon vor 20 Jahren habe Schuhbeck „unter enormem Druck“ gestanden, berichtet Kabarettistin Moni Gruber. Schuhbeck habe sich Feinde gemacht, indem er sich „mithilfe seiner Medienmacht zum Gewürzpapst stilisierte“, kritisiert der Gastrokritiker Jürgen Dollase in der ZEIT.

Schuhbeck selbst äußert sich nicht in dem Bericht. Dafür kommen etliche enge Wegbegleiter zu Wort. Etwa auch Starkoch Johann Lafer. Er sagt: „Ich habe, glaube ich, 20 Jahre gebraucht, um mit Schwarzenegger persönlich in Kontakt zu kommen. Und ich stamme wie er aus der Steiermark. Das Netzwerk vom Alfons ist unerreicht. Er kennt fast jeden, und fast jeder kennt ihn.“ Das ist bis heute so – im Guten wie im Schlechten. ANDREAS THIEME

Artikel 4 von 11