Tierärzte fordern schnelles Ende der Anbindehaltung

von Redaktion

Berlin/München – Vor der Grünen Woche in Berlin haben Tierärzte ein rasches und verbindliches Ende der Anbindehaltung von Rindern gefordert. Diese Haltungsform schränke die artgemäße Bewegungsfreiheit der Tiere erheblich ein, sie führe zu physischen und psychischen Belastungen, heißt es in einem offenen Brief von 350 Tierärzten an Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU), der AFP vorlag. Sie kritisierten, die Bundesregierung blockiere ein Anbindeverbot auf Bundesebene. In Deutschland werden rund eine Million Rinder in Anbindehaltung gehalten, vor allem im Süden, wie es in dem Brief heißt. Die Tierärzte forderten einen klaren gesetzlichen Rahmen mit realistischen Übergangsfristen und gezielten Förderprogrammen für tiergerechtere Haltungsformen, um die Anbindehaltung zu beenden. Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte erneut ein Ende der Anbindehaltung.

Artikel 1 von 11