Neues Leben im alten Kino

von Redaktion

Schauspieler Frederick Lau eröffnet neue Kreativhochburg am Sendlinger Tor

Filmstar Frederick Lau. © Christian Charisius/dpa

Prachtvoll: der historische Kinosaal des einstigen Lichtspielhauses. © Peter Kneffel/dpa

Das traditionsreiche Filmtheater Sendlinger Tor hat seit Januar 2025 geschlossen. © Sigi Jantz

Kunst, Events und Film im alten Kino. Kommendes Wochenende, 17. und 18. Januar, startet das Zwischennutzungsprojekt „Das neue Dings“ im früheren Filmtheater am Sendlinger Tor, das nach 112 Jahren im Januar 2025 endgültig schließen musste (wir berichteten). Die Wiederbelebung des historischen Lichtspielhauses geht prominent über die Bühne: Mit Grimme-Preisträger Frederick Lau (36) ist ein bekannter deutscher Schauspieler (mit gefeierten Filmen wie „Die Welle“, „Victoria“) mit von der Partie.

Der Name ist Programm: Der Berliner Schauspieler stellt gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv „Broke.Today“ und dem Event-Profi Matthias Schlick in dem denkmalgeschützten Gebäude einen Kultur-Hotspot auf die Beine, in dem Kunst- und Kulturschaffende in historischer Kulisse ihr „Ding(s)“ machen können. „Was mich an diesem Ort fasziniert, ist die Möglichkeit, Kunst und Kultur wieder als echten sozialen Raum zu denken. Nicht als Programm, sondern als Begegnung. Hier sollen Menschen zusammenkommen, zuhören, streiten, lachen, sich inspirieren lassen. In den kommenden Monaten wird ,das neue Dings‘ ein lebendiger Ort für Live-Podcasts, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen – offen, neugierig und immer im Austausch mit der Stadt“, sagt der Filmstar.

Den Machern schwebt Großes vor. Aus dem ehemaligen Kino soll ein Schmelztiegel der Künste werden: „Das Künstlerkollektiv Broke.Today steht für Crazyness und ungewohnte Arten, die Zwischennutzungen zu bespielen. Vielleicht wie in New York? Oder Berlin? Nein, in München! Fast wie damals zu Zeiten von Freddie Mercury“, beschreiben die Kreativen ihre Vision. Von Live-Schauspiel, Tanz und artistischen Performances über bildende Kunst, Live-Talks und Live-Musik bis zu immersiven Lichtshows sei fast alles möglich – etwa ein kulinarischer Filmabend mit Austern, nostalgische Vinyl-Sessions oder eine Burlesque-Show.

Am Eröffnungssamstag plaudert Lau in einem Live-Podcast mit seinem Freund und Geschäftspartner Nicolás Solar Lozier. Die beiden haben gemeinsam die Streaming-Plattform „Behind The Tree“ aufgebaut, einen Anbieter für kuratierte Arthouse- und Independent-Filme. „Dieser Ort wurde von Cineasten sehr geliebt. Es ist ein Geschenk, dass wir ihn nun gestalten dürfen“, sagt Lozier.

Die Zwischennutzung ist vorerst bis 31. März geplant. Weitere Infos zum Programm gibt es im Internet auf dasneuedings.de.DANIELA POHL

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