CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl
Die CSU im Münchner Stadtrat will Kinder- und Jugendkriminalität stärker bekämpfen. Nach Angaben der Stadträte verübten immer mehr Kinder und Jugendliche Gewaltstraftaten – auch in München: Im Jahr 2024 sei der Anteil der tatverdächtigen Kinder bei Gewalttaten um 56,4 Prozent auf 344 Fälle angewachsen. Im Zehn-Jahres-Vergleich habe sich der Wert beinahe verdreifacht. Auch bei Jugendlichen sei die Zahl der Gewaltdelikte in München und bayernweit gestiegen. Da die klassische Strafverfolgung in dieser Altersklasse aufgrund der Strafmündigkeit an Grenzen gerate, nimmt die CSU soziale Maßnahmen in den Fokus, die auf städtischer Ebene verstärkt werden sollen.
Ein Antrag sieht vor, Mehrfachtäter schnell und effizient zu identifizieren und Maßnahmen wie Anti-Gewalt-Trainings, Schulersatzmaßnahmen und Streetwork-Arbeit zu koordinieren, indem die zuständigen Ansprechpartner bei Polizei, Sozialreferat und Schulen besser vernetzt werden. Zudem soll die Schulsozialarbeit ausgebaut und durch neue Konzepte wie die berufsorientierte Zusammenarbeit zwischen Schulen und dem Handwerk ergänzt werden. Und es soll eine Taskforce eingerichtet werden, um die Ursachen der Fallzahlen zu ergründen. „Wenn die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft immer öfter zu Gewalttätern werden, muss uns das alle zutiefst beunruhigen“, sagt CSU-Fraktionschef Manuel Pretzl. SKA