Auto-Attentat: Beweisaufnahme startet

von Redaktion

Farhad N. (25) schwieg zum Prozessauftakt, jetzt sagen Zeugen aus

Vor Gericht: Farhad N.. © Jantz

Er raste mit bis zu 40 km/h in eine Menschenmenge, tötete die junge Mutter Amel S. und ihre zweijährige Tochter Hafsa – als Mörder und Terrorist ist Farhad N. (25) jetzt am Oberlandesgericht angeklagt. 43 Menschen hatte er schwer verletzt. Doch zu seiner Horror-Tat schweigt der Afghane vor Gericht.

Am zweiten Prozesstag will Richter Michael Höhne heute die Beweisaufnahme eröffnen. Dafür sollen erste Zeugen aussagen – darunter Beamte des Landeskriminalamtes und der Münchner Polizei. Sie sollen einen Überblick zu dem grausigen Unfallgeschehen geben.

Insgesamt 13 Seiten lang ist die Liste der Opfer und ihrer Verletzungen, die am Freitag zum Prozessauftakt in der Anklageschrift vorgelesen wurde – es sind schreckliche, kaum zu begreifende Details. „Meine Mandanten wurden schwer verletzt, körperlich, psychisch, in ihrer gesamten Lebensführung“, sagt Nebenklägeranwalt David Mühlberger.

Farhad N. fühlte sich laut Bundesanwaltschaft „aus religiösen Gründen“ zu dem Anschlag „verpflichtet“, er hatte sich seit Herbst 2024 radikalisiert. THI

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