„Hier pulsiert das Leben“: An der Hochbrückenstraße ist das Barvarese eingezogen.
Auf ein Bier oder einen schnellen Kaffee: Wirt Thomas Zeilermeier pflegt den Mix aus Wirtshauskultur und Dolce Vita. © Jens Hartmann (2)
Thomas Zeilermeier (58) ist wieder zurück in der Münchner Innenstadt. Der ehemalige Wirt vom „Augustiner am Platzl“ sperrt am heutigen Montag das Barvarese in der City auf. „Es ist ein gutes Gefühl“, sagt der Wirt. „Hier pulsiert das Leben.“
Viel hat sich in der Gaststätte an der Hochbrückenstraße 3 in den vergangenen Wochen getan: Aus dem ehemaligen Opatija (wie berichtet, mussten die ehemaligen Betreiber Insolvenz anmelden) ist eine Wirtschaft mit italienischem Flair geworden. Die Holzvertäfelung ist zwar geblieben, aber die Farben an den Wänden sind heller geworden und sollen zum Wohlfühlen einladen.
Auch die Speisekarte ist eine völlig andere: Sie ist zwar nicht groß, aber „wir bieten Gerichte, die alle im Hause zubereitet werden und aus beiden Ländern kommen“, wie der Wirt sagt. Thomas Zeilermeier ist es zudem wichtig, dass auch leichtere Gerichte angeboten werden. Neben echt Allgäuer Kas-Spatzn (17,50 Euro) gibt es auch Alici. Das sind knusprige Sardellen, die mit einem bayerischen Kartoffelsalat (9,50 Euro) serviert werden.
Zu trinken gibt es Augustiner vom Fass (die Halbe für 4,50 Euro) und italienischen Wein (der Tafelwein ab 6,90 Euro für 0,25 Liter) oder eben auch nur den schnellen Kaffee an der Bar (2,50 Euro). Groß ist die Spritz-Auswahl: Es gibt vier Varianten mit Alkohol und drei ohne. Alle kosten 8,50 Euro.
Noch ist das Lokal nur ab 16 Uhr (bis 22.30 Uhr, Freitag und Samstag bis 24 Uhr) geöffnet. Im Frühjahr soll ein preiswerter Mittagstisch hinzukommen. Sonntags und an Feiertagen bleibt das Barvarese vorerst geschlossen.
Thomas Zeilermeier ist ein großer Italien-Fan und hat sich mit dem Barvarese einen Herzenswunsch erfüllt. Besonders die Gegend um den Gardasee hat es ihm angetan – „mancherorts ist dort das Leben stehen geblieben“. Die Grundzufriedenheit der Menschen begeistert ihn. Und die will er jetzt nach München holen.
Nur Zeilermeiers persönlichen Lieblingsklassiker sucht man vergeblich auf der Speisekarte. „Spaghetti Aglio & Olio wird es im Barvarese nicht geben. In der Gastro-Küche sind wir mit Knoblauch zurückhaltend“, sagt er. Nicht nur das unterscheidet das Barvarese vom ehemaligen Opatija.STEPHANIE EBNER